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 »kleiner See

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Aurora Diaz
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BeitragThema: »kleiner See   Mo 24 Jul - 19:51

»An einem Platz, wo es schäler bewaldet ist, befindet sich ein kleiner, klarer See. Es ist so etwas wie ein Geheimtipp unter den Einwohnern von Lekandra, dass man dort im Sommer super baden gehen kann. Außerdem kann man öfter mal einen Blick auf ein paar Waldtiere erhaschen, die dort etwas trinken wollen.
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Gaia Lithgow

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BeitragThema: Re: »kleiner See   So 3 Sep - 14:23

Jiro & Gaia

"Víš, kolik hvězd stojí? na stanici s modrou oblohou? Víš, kolik mraků jdou, po celém světě?
Bůh Pán je počítal, že není jedno, na celém velkém počtu, na celé velké číslo.
"

Die melodische Stimme der Dryade wurde vom Wind über den kleinen See auf der Lichtung getragen und klang zu traurig für den schönen Tag. Doch auch wenn die Sonne schien und Gaia eigentlich ein durch und durch positives Wesen war, so war dies hier für sie kein guter Tag, nicht nur, dass sie heute ihre Mutter verlassen hatte, weil sie heute ihren ersten Tag an der neuen Schule hatte, die ihre Mutter für sie ausgesucht hatte, doch heute war auch der Tag an dem sie vor 5 Jahren ihre Oma verloren hatte. Sie hatte wahnsinnig an der alten Frau gehangen, die ihr mehr noch als ihre Mutter, beigebracht hatte, was es bedeutete eine Nymphe zu sein, wie sie ihre Kräft beherrschen konnte und wie sich verwandeln konnte. Ihre Eltern hatten immer schon viel gearbeitet und so war ihre Oma die mit der Gaia am meisten Umgang gehabt hatte. Traurig blickten die blauen Augen der Dunkelhäutigen über den See. Wie sehr sie ihre Oma geliebt hatte, es gab Tage an denen sie es vergaß und auch Tage an denen sie vergaß an die alte Dryade zu denken, doch den Tag an dem sie sie verloren hatte, war schmerzhaft in sie eingebrannt. Es gab nicht mal einen Ort an den sie zum Trauern hätte gehen können, zwar gab es ein Grab doch Dryaden wurden zu Erde und der Wind verwehte sie mit der Zeit.

Gaia raufte sich die Haare, sie wollte nicht weinen, nicht traurig sein, aber heute gab es so viel, dass sie ihrer Großmutter erzählen wollte und nicht mehr konnte. Sie hatte ihre Beine angezogen und einen Arm darum geschlungen, die andere Hand hatte sie ausgestreckt und ihre Finger bewegten sich rhythmisch und ein leichter grüner Schimmer warum an ihren Fingerspitzen zu erkennen. Der Sprössling an ihren nackten Füßen glomm ebenfalls in dem grünen schimmer und schien zu pulsieren, während aus seinen dünnen Ästen kleinen grüne Blätter sprossen. Je mehr sie sich darauf konzentrierte, den Spross wachsen zu lassen, desto mehr verschwanden die trüben Gedanken und die Tränen auf ihren sommersprossigen Wangen trockneten im Licht der spät sommerlichen Sonne. Doch die Zweifel blieben, würde sie sich hier einfügen können, eigentlich wollte sie das nicht, sie wollte sich nicht anpassen, das hatte sie nie getan. Aber vielleicht würde das hier nicht nötig sein, vielleicht waren hier mehr Wesen wie sie, die sich lieber alleine mit sich selbst in der Natur beschäftigten, als sich mit Massen anderer irgendwo einzupferchen.

Seufzend zog sie ihre Hand zurück und der Schimmer verschwand. Sie hatte so viel geübt und einen Samen konnte sie zu einem Sprössling werden lassen, doch einen alten Baum konnten sie kaum verändern, Blumen waren leichter, deren ganzen Lebenszyklus konnte sie in wenigen Minuten durchlaufen lassen. Ihr fehlte schlichtweg die Übung und die Anleitung einer erwachsenen Dryade und ihre Mutter hatte ihr diese Hilfe versagt, sollte das Gaia sich auf andere Dinge konzentrierte... Eltern, Gaia schnaubte und lehnte sich mit geschlossenen Augen an den Baum in ihrem Rücken.

{Sitzt an einem Baum an dem See im Wald, hängt trüben Gedanken nach, übt sich darin Pflanzen wachsen zu lassen}

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Jiro Mishima

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BeitragThema: Re: »kleiner See   So 3 Sep - 15:13

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Gaia Lithgow
& Jiro Mishima
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Kein guter Start in den Tag. All diese Menschen, die nervös von A nach B rannten, ihre lauten Stimmen hoben, um die anderen zu übertönen — es war anstrengend. Und es nervte. Gewaltig. Ohnehin war es eine schlechte Idee, das Irrlicht in ein Internat zu stecken, wo er tagtäglich umgeben war von anderen, von Menschen oder welchen, die nur vorgaben, welche zu sein. Zwar war es interessant — für ein paar Minuten — zu wissen, mit wem man es zutun hatte, im Endeffekt zehrte dieser erzwungene Kontakt und urteilende Blicke jedoch nur an Jiro's Energie. Lieber wäre er wieder in Japan, in vertrauter Umgebung, nicht in einer Stadt wie dieser, auch wenn sie anscheinend doch ein paar Flecken Natur bot. Lange würde die jedoch nicht unberührt bleiben — so war es immer mit den Menschen. Und auch das nervte den 19-Jährigen gewaltig. Wie bisher alles. Der Typ, mit dem er das Internat gesucht hatte, das Sekretariat, das vor unruhigen Schülern nur so überquoll und schließlich auch die Lehrerin, die ihn gleich hatte belehren wollen. Ein Schuljahr würde er doch aber überstehen, nicht?
Fast bemerkte er selbst nicht, wie seine Füße ihn von dem überfüllten Internat hin in den Wald führten, wobei sich die Umgebung nun langsam ein wenig vertrauter anfühlte, ihm wenigstens ein wenig Ruhe schenkte und selbst sein sonst eher strenger Gesichtsausdruck schien sich zu entspannen. Angst sich zu verlaufen hatte er nicht, diese Angst schien ihm ohnehin fremd zu sein, als wäre es eine Art Instinkt, den Wald zu betreten, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wohin seine Schritte ihn führen würden und wie er wieder zurückkommen würde. Ob er hier alleine sein würde? Er bezweifelte es. Doch waren ein paar Gestalten, die sich zu zweit, alleine oder in kleinen Gruppen hier aufhalten angenehmer, als der Betrieb auf dem Schulgelände. Dabei war ihm bisher noch niemand begegnet. Selbst der etwas lichtere Teil des Waldes schien auf den ersten Blick wie leer gefegt — auf den ersten Blick. Seine dunklen Augen blieben an der Wasseroberfläche des kleinen Sees hängen, wobei die seichten Bewegungen des Wassers geradezu hypnotisierend wirkend, und doch wurde seine Aufmerksamkeit wenig später schon von etwas anderem eingefangen. Einer schmalen Gestalt, die alleine an Ufernähe saß, mit dem Rücken an einen Baum gelehnt, barfuß und scheinbar in Gedanken versunken. Und auch wenn er erst einmal genug von neuen Bekanntschaften hatte, näherte er sich der jungen Frau mit den wilden Locken, nun auch den Sprössling zu ihren Füßen bemerkend, wobei der Anblick einer neuen Pflanze fast direkt seine Laune anhob. Zuhause hatte seine Mutter in sämtlichen Zimmern etliche Pflanzen stehen, die in ihrer Anwesenheit kräftig und gesund wuchsen — das Internat, in dem Jiro nun allerdings leben müsste, war schrecklich kahl. Dass er sich als Sohn eines Naturgeistes in einer solchen Umgebung nicht wohlfühlte war logisch.
Anstatt die Fremde direkt anzusprechen, kniete sich Jiro wortlos neben sie, den Blick nun erneut auf die kleine Pflanze gerichtet. Zugegeben, er mochte den Sommer nicht, hasste die Hitze, besonders nachts, doch waren die wieder zum Leben erwachenden Pflanzen im Frühling doch nett anzusehen. "Hätte nicht gedacht, dass man hier doch noch einen schönen Fleck findet, der nicht schon von allen zertrampelt wurde." sagte er schließlich doch mit akzentreicher Stimme, die Fremde nun leicht musternd. Er konnte nicht hundertprozentig sagen, ob sie das Internat auch besuchte (wie auch, wenn er heute zum allerersten mal angekommen war, ja es sogar sein erster Tag in Amerika war?), doch war die Schule momentan ohnehin das, worüber er am wenigsten reden wollte.

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Gaia Lithgow

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BeitragThema: Re: »kleiner See   So 3 Sep - 17:19

Jiro & Gaia

Gaia war mit ihren Gedanken noch immer so weit weg gewesen, dass sie nicht bemerkt hatte, wie sich jemand genähert hatte. Gaia merkte auch nicht, dass sich ihr ein junger Mann näherte als er sich neben sie gehockt hatte. Erst als sie die akzentbelastete die Stimme  dicht bei sich hörte, wandte sie sich mit Schreck geweiteten Augen zu ihm und strich sich die Locken aus dem Gesicht die in eben jenes gerutscht waren. Irgendwie hatte sie nicht damit gerechnet, hier jemanden zu treffen. Sie war mit Absicht in den Wald gegangen um ihre Ruhe zu haben und jetzt wurde diese Ruhe gestört, was solls, dachte sie sich.

" Es gibt immer einen Fleck, an dem die Menschen noch nicht gewütet haben,  und dort wo sie gewütet haben, da sollte man ihre Spuren auslöschen" murrte sie, ebfalls mit akzentbelasteter Stimme und ihre schlanken Finger fuhren über die kleinen Blätter des Baumsprosses, eine beinahe liebevoll Geste. " Du kommst auch nicht aus Amerika?" fragte sie neugierig und ließ von der Pflanze ab und  wandte den Blick ihrer blauen Augen erst auf ihn, unfähig zu sagen, aus welchem asiatischen land er wohl kommen könnte. Noch ehe er geantwortet hatte hatte Gaia sich wieder an den Baum gelehnt. Warum war sie eigentlich auf seine Frage eingegangen, einfacher wäre es gewesen, wenn sie ihn ignoriert hätte und gegangen wäre, jetzt würde sie sich mit ihm auseinander setzten müssen.

Nicht, dass sie je groß in der Stimmung gewesen wäre sich mit anderen 'Menschen' außeinander zu setzen, doch heute war sie noch weniger in der Stimmung als sonst, ganz alleine in einem fremden Land auf einer neuen Schule voller Nichtmenschen, von denen ihre Mutter glaubte, dass Gaia sich mit ihnen anfreunden könnte. Niemand hatte dabei an ihre Interessen gedacht, daran, dass sie ein Leben als Nymphe auch ohne Schulbildung führen konnte, sie musste sich nicht anpassen, niemandem. Sie war nur aus Liebe zu ihrer Mutter hier, die sich mit ihr nicht mehr zu helfen wusste und aufgrund der Arbeit und nach der Scheidung noch weniger Zeit für sie hatte, als früher. "Gehst du auf diese Schule für"Besondere"? fragte Gaia den Jungen ohne ihn anzusehen. Vielleicht wäre es ganz nett jemanden zu kennen, wenn sie ganz tief in sich ging, dann wäre es wirklich schön, jemanden zu haben den man schon kannte, auch wenn sie nicht daran glaubte, dass sie und er wirklich viel Kontakt haben würden.

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Jiro Mishima

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BeitragThema: Re: »kleiner See   So 3 Sep - 20:08

Gaia Lithgow
& Jiro Mishima
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Dass sie ihn nicht bemerkt haben könnte, beachtete er nicht unbedingt, auch wenn er sich denken konnte, dass sie wohl nicht mit Gesellschaft gerechnet hatte. Zumindest glaubte Jiro das. Wer alleine im Wald saß, den Rücken an einen Baum gelehnt und die Augen scheinbar gedankenverloren geschlossen, der wartete vermutlich nicht darauf, angesprochen und aus der Ruhe gebracht zu werden. Und dennoch kniete er sich neben sie, hob schließlich sogar die Stimme, um seine Gedanken auszusprechen, wobei er nicht einmal direkt Zustimmung erwartete. Doch schien seine plötzliche Anwesenheit die Dunkelhäutige zunächst zu erschrecken, wie man an ihrer Reaktion unschwer erkennen konnte. Direkt huschte der Blick von Jiro's fast-schwarzen Augen zu ihren blauen, wobei die intensive Farbe ihn fast überraschte, doch schien sie sich ebenso schnell wieder zu fassen, strich sich die wirren Locken aus dem Gesicht und hob schließlich die Stimme. Und Unrecht hatte sie mit ihren Worten nicht — auch wenn er sich nicht sicher war, ob es tatsächlich immer einen Ort geben würde, der noch nicht von den Menschen zerstört war. In ferner Zukunft wäre jeder Wald vermutlich dem Erdboden gleich, überall wären Städte, Straßen und sonstiges. Eine Vorstellung, die in dem jungen Hitodama nicht nur Ekel, sondern auch Wut erwachen ließ. Dennoch nickte er nur, mit den Augen der Bewegung ihrer schmalen Hand folgend, wie sie die zarten Blätter des Baumsprosses berührte. Ihr Akzent schien ihm fremd, was jedoch auch daran lag, dass er noch nie wirklich die Möglichkeit gehabt hatte, ausschließlich Englisch zu sprechen. "Mh." brummte er, zurück in ihre klaren Augen blickend. "Ich komme aus Japan. Kanazawa, um genau zu sein. Und du?"
Er fühlte sich nicht unbedingt wohl in Amerika. Die Sitten waren ihm unbekannt, die Sprache beherrschte er zwar, doch Umgangssprache konnte er nicht und auch die Stadt sah anders aus, die Vegetation war eine andere und und und. Er seufzte, kaum dass die Fremde das ansprach, was er eigentlich hatte vergessen wollen; Schule. Der Grund, weshalb er hier war. "Ja. Zum ersten Mal." Dass er nicht begeistert von der Tatsache war, hörte man wohl deutlich. Auch wog er den Kopf von einer Seite zur anderen, als würde er nachdenken, wobei er kurz einfach desinteressiert wirkend auf den Waldboden blickte. Die ehemalig ordentlich dunkel umrandeten Augen schienen sich fast zu verdüstern, auf Kontaktlinsen hatte er verzichtet, einfach da er den Flug und die Zugfahrt über ohnehin eher mit geschlossenen Augen entspannt hatte. Sofern man diese Reise 'entspannend' nennen könnte. "Du auch?" Die Tatsache, dass sie keine Schuhe trug, ließ er unkommentiert. Vielleicht auch, weil es ihm nicht einmal besonders seltsam vorkam, ja er es sogar irgendwo nachvollziehen konnte, dass jemand lieber den frischen Waldboden unter den Füßen spüren wollte, als die Sohlen irgendwelcher Schuhe.

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BeitragThema: Re: »kleiner See   So 3 Sep - 21:16

Jiro & Gaia


Sie konnte sehen wie Wut in seinen schwarzen Augen wuchs und hatte das Gefühl zu wissen, was diese Wut erzeugte und ein Funken Sympathie sprang über. Sie musterte ihn, ein Japaner also. Nicht das es eine Rolle spielte. "Ich komme aus Prag, der Hauptstadt von Tschechien" Als er ihre Frage bejahte huschte der Anflug eine Lächels über das Gesicht der Dryade und Erleichterung schlich sich in ihren Blick. Sie wusste zwar, dass auf ihrer neuen Schule auch normale Menschen waren doch war sie schon entspannter, wenn sie es mit Menschen zu tun hatte, die ein Gefühl für ihre Umwelt hatten, die Andersartige nicht direkt mit schrägen Blicken betrachteten. Sie setzte sich nun in einen Schneidersitz ihm zugewandt hin und die Ketten mit Bernstein, Amethyst und dem Abbild der Muttergöttin >>Gaia<< , an ihrem Hals klimperten leise. Das Helle top wäre durchsichtig gewesen, wenn sie nicht ein zweites mit hellgraues, gehäkeltes darüber tragen würde. Al s sie ihre Haare hinter einem Ohr zurück gestrichen hatte, legte sie ihre Hände auf ihre von einer dunkeltürkisene Haremshose bedeckten Knie. An ihren Fingern glitzerten mehrere Ringe, ebenfalls mit Halbedelsteinen, oder magischen Symbolen bedeckt auf. Auch ihre Füße waren mit Kettchen und Ringen geschmückt, voller Schutzsymbole und Zeichen alter Götter" Ja, ich bin heute erst angekommen, ich bin Gaia" stellte sie sich vor und musste nun, da man ihre langen, spitzen Ohren sehen konnte nicht mehr erklären, dass sie kein Mensch war, ihr Gegenüber mit den ungewöhnlichen schwarzen Augen, der auch nicht menschlich, zumindest nicht gans menschlich schien, würde sich so vielleicht auch entspannen können. Sie jedenfalls konnte es, zumindest, wenn sie in der Gesellschaft anderer Nymphen gewesen war. Auch wenn das leider schon lange nicht mehr der Fall gewesen war.

"Du bist kein Mensch" merkte die Dunkelhaarige an und stützte nun ihren hübschen Kopf auf eine der beringten Hände und musterte ihn eingehender " Aber was du bist, kann ich nicht sagen, nur dass du wohl ein Naturgeist bist, so wie die Wut in deinen Augen flackert, wenn du an die Menschen und ihren Zerstörungswahn denkst" stellte sie fest, nicht so überzeugt von dem was sie sagte, auch wenn es sicherlich sehr danach klang. Alle Naturgeister, mit einer Ausnahme, reagierten so, fühlten sich in ihrem wilden Wesen eingeschränkt, durch das was die Menschen taten. Es war nur natürlich, dass sie so dachte. Ihre Oma hatte mal erzählt, dass durch den Geist, der großen Mutter Erde, von der Gaia ihren Namen bekommen hatte, alle Naturgeister miteinander verbunden waren.

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Mo 4 Sep - 18:19

Gaia Lithgow
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Das einzig interessante an den meisten Schülern des Internats war wohl (nach ihrer Fähigkeit) die Geschichte, wie sie auf dem Internat gelandet waren — besser gesagt, wo sie herkamen. Denn während Jiro auch in Japan das ein oder andere Internat besucht hatte, auch Schule für Schwererziehbare, gab es wohl Gestalten, deren Geschichte deutlich spannender war. Immerhin war es keine normale Schule, sondern eine, in der sie auch lernen würden, ihre teilweise mörderischen, blutrünstigen und gefährlichen Fähigkeiten zu kontrollieren. Er als Irrlicht hatte immerhin selbst eine Fähigkeit, die wohl nicht unbedingt als freundlich und friedlich eingestuft werden konnte. Warum man ihm noch beibringen würde, wie er noch effektiver unfreundlich und bedrohlich werden könnte? Wusste er nicht. Hinterfragte er allerdings auch nicht. Nach der Frage, woher die Fremde kam — wobei sie ihm diese direkt beantwortete und er leicht nickte, während er versuchte, die Art und Weise, wie sie die Wörter aussprach, dem zuzuordnen — interessierte ihn also am meisten, was sie war oder was sie konnte. Ober OB sie überhaupt ETWAS konnte. Sein Blick huschte automatisch erneut über sie, kaum dass sie sich ein wenig zu ihm drehte, sich nun in den Schneidersitz setzte, wobei der viele Schmuck, den sie trug, bei den Bewegungen leicht klimperte. Fast hatte er das Bedürfnis, die blasse Hand auszustrecken, um die Edelsteine, die sich an ihren Ketten und Ringen befanden, zu berühren, dennoch blieb es nur bei einem teilweise neugierigen Blick. Doch blieben auch ihre spitzen Ohren nicht unbemerkt, die ihm direkt zeigten, dass sie nicht menschlich war. Auch musste er nicht sonderlich lange überlegen, um darauf zu kommen, dass sie wohl ein Naturgeist war, immerhin hatte auch seine Mutter spitze Ohren gehabt.

Noch bevor der 19-Jährige antwortete, setzte er sich ebenfalls etwas bequemer hin, um nicht die ganze Zeit dazuhocken und zu riskieren, das Gleichgewicht zu verlieren. Erst dann nannte er knapp seinen Namen, fast etwas erleichtert, nicht nur wegen der Tatsache, dass sie die Schule ebenfalls besuchte. "Jiro." — mehr fügte er dem nicht hinzu. Ihre Bemerkung brachte ihn dazu, den Kopf leicht schief zu legen, die Stirn leicht runzelnd, als er merkte, dass sie ihn musterte. Im Gegensatz zu ihrer Kleidung war seine überhaupt nicht farbenfroh — komplett schwarz — und Schmuck trug er auch keinen. Das einzig auffällige war wohl die Tatsache, dass er seine ohnehin dunklen Augen mit schwarzem Kajal betonte. Selbst seine Haare wirkten wie das Federkleid eines Raben, schwarz und glänzend, im Gegensatz zu seiner blassen Haut. Bei Gaia's Worten senkte er kurz den Blick etwas, so kurz wieder auf ihre Ketten blickend. Eine Augenbraue hob er fast skeptisch an, nickte dann langsam, sich mit der Hand durch die wirren Haare fahrend. "Ich bin ein Irrlicht. Meine Mutter ist eine Dryade wie du... wenn ich mich nicht irre." Wieder sah er in ihre Augen, wobei seine einen Moment lang amüsiert glänzten, dann allerdings den gewöhnlichen, fast gelangweilt wirkenden Glanz annahmen. "Sie sollten alle ersticken an ihrem Müll, diese--" Er kannte keine englischen Schimpfwörter. Eine Tatsache, die er unbedingt noch ändern müsste, es jetzt allerdings nicht einfach so konnte, weshalb er nur eine wegwerfende Geste mit der Hand beschrieb und sich dann leicht nach vorn lehnte. Sie war die erste Dryade außer seiner Mutter, der er begegnete — und der erste Naturgeist, der ihm hier begegnet war. Dass das seine Laune wirklich hob, war logisch. "Hast du ihn wachsen lassen?" fragte er, mit einem knappen Nicken zu dem Baumspross deutend. Es war wirklich Fähigkeit, um die man sie beneiden könnte.

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Mo 4 Sep - 18:59

Jiro&Gaia

Neugierig betrachtete sie die Veränderungen in seinem Gesicht während er sprach und kam nicht umher zu lächeln. Er musste nicht sprechen, damit sie verstehen konnte, wie verschroben er war. Auf welche Art und Weise ließ sich natürlich nicht sagen, doch alles an ihm von den matten Augen, bis hin zu der Schwarzen Kleidung, dem Kajal und der erneuten Wut in seiner Stimme machten es deutlich und Gaia mochte das. Gerade als der Anflug eines Lächens auf Gaias Lippen auftauchte erhob Jiro erneut seine Stimme. er war also ein Irrlicht und seine Mutter war eine Dryade gewesen. "Ein Irlicht hätte ich jetzt nicht geschätzt, ich war eher bei einem zvíře, wie nennt ihr sie?" sie tippte sich mit dem Finger auf die Stirn, nicht nur er hatte Probleme mit der Englischen Sprache, zwar hatte sie es als Fach in der SChule gehabt, hatte aber viel zu viel geschwänzt und das machte sich jetzt bemerkbar. Dann aber schien ihr ein Licht auf zu gehen "Dämo" sagte sie dann, fast ein wenig zufrieden damit, dass es ihr doch noch eingefallen war. " Und du hast recht, ich bin eine Dryade, so wie meine Mutter und die Mutter meines Erzeugers." bestätigte sie dann seine Vermutung ehe sie von ihm auf den kleinen Spross zwischen sich und ihm blickte und nickte.

Ohne weiter darüber nach zu denken, hob sie die rechte Hand und langsam waberte grünes Licht um ihre Finger und schließlich um ihre ganze Hand. Dieses Licht umhüllte nach einigen Augenblicken den Spross, doch noch veränderte sich nichts. "Meine Oma hat mir das beigebracht, doch meine Mutter hat mir verboten zu üben, sie hat gemeint, dass meine Oma eine Närrin wäre, zu träumerisch mit ihrer Idee davon, dass die Waldgeister den Planeten zurückerobern können..." Ein Trauriges Lächeln umspielte die Lippen der jungen Frau als sie an ihre Oma dachte, doch schüttelte sie die Gedanken schnell wieder ab, sonst wäre es zu schwer sich auf den kleinen Baum zwischen ihnen zu konzentrieren, der nun kaum merklich wuchs und neue Blätter entwickelte. Die Vorführung aber dauerte nicht allzulange, kostete es die junge Nymphe doch einfach zu viel Kraft, immerhin hatte sie den Spross zuvor schon wachsen lassen.

Als sie die Hand zurück zog, war zu sehen, dass ihre Hand leicht zitterte. Gaia ergriff die zitternde mit der anderen Hand um es zu verbergen, doch war das nichts ungewöhnliches, wenn man seine Kräfte noch nicht voll beherrschte .

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Di 5 Sep - 16:08

Gaia Lithgow
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Man traf eher selten Leute, die diese innige Liebe zur Natur wirklich verstanden — und noch weniger welche, die diese Ansicht teilten. Dabei war es wirklich einfach, die Natur zu lieben, so wie sie war. Wild, ungezähmt und eigen, nicht darauf angewiesen, von Menschen gezähmt oder gebändigt zu werden. Und doch hatten diese zerstörerischen Gestalten es geschafft, den Planeten völlig zu verändern, ja fast zu unterwerfen. Es war für Jiro also nicht nur erfrischend, eine Person zu finden, die die gleiche Meinung hatte, die gleiche Art und Weise, die Erde anzusehen, sondern auch ermutigend. Er schwieg einfach, als sie nach dem richtigen Wort suchte, unter anderem auch, weil er ihr mit der Übersetzung beim besten Willen nicht helfen konnte, doch schien sie nach wenigen Herzschlägen schon das richtige Wort gefunden zu haben — das von dem 19-Jährigen allerdings gleich mit einem Kopfschütteln abgelehnt wurde. "Gespenst wäre wohl näher daran als Dämon." meinte er beiläufig, bei seinen eigenen Worten kurz die Nase rümpfend. Es gab viele Geschichten über Hitodama, viele Sichtungen und viele falsche Annahmen, was bei den ganzen Varianten jedoch nicht unbedingt schwer war. Das allerdings war uninteressant — und Jiros Aufmerksamkeit schien nun völlig auf Gaia und dem kleinen Baumspross zu haften. Logisch, sie faszinierte ihn, das grüne Licht, das sehr bald an ihren Fingern erschien, ließ seine Augen ein wenig größer werden.

Ob es wirklich im Bereich des Möglichen lag, dass die Waldgeister den Planeten tatsächlich von der Gewalt der Menschen befreien konnte, wusste er nicht. Dazu hatte er eine zu ungenaue Vorstellung davon, wie viele Waldgeister es tatsächlich noch gab, weshalb der ernste Gesichtsausdruck auch bei Gaia's fast gedankenverloren wirkenden Worten sich nur kaum veränderte. Sie mussten wohl oder übel klein anfangen — was beide wohl ohnehin schon taten. Und sei es nur ein einzelner Baumspross, den die Dryade sprießen ließ oder nur ein einzelner Mensch, den das Irrlicht davon abhielt, noch mehr Zerstörung zu stiften. Sie fingen doch alle klein an. Und dennoch sprach Jiro seine Gedanken nicht aus, beobachtete nur still und ruhig den Baumspross und das grüne Licht, dass diesen umgab. Zunächst passierte nichts, dann allerdings wuchs die Pflanze, als würden sie beide Tage-, oder Wochenlang hier sitzen und die einzelne Pflanze beobachten. Doch schien es sie eine Menge Kraft zu kosten, was nicht unverständlich war. "Ro-ma wa ichinichi ni shite narazu." gab er auf seiner Muttersprache von sich, langsam nickend, um dann die Übersetzung hinzuzufügen. "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut." — das hatte seine Mutter früher des öfteren gesagt. Es passte, nicht nur zu der Tatsache, dass sie beide ihre Fähigkeiten noch nicht völlig unter Kontrolle hatten (oder ohne viel Kraftaufwand gebrauchen konnten), sondern auch zu Gaia's Erzählung von der Vorstellung ihrer Großmutter. "Ich hätte nicht damit gerechnet, eine Dryade an dieser Schule zu treffen. Bisher sind mir nur... Menschen und fast-Menschen über den Weg gelaufen."

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Di 5 Sep - 21:50

Jiro & Gaia

Noch immer zitterte die Hand in ihrem Schoß, doch langsam ließ es nach. Und hob den Blick als er sie korrigierte und damit verneinte, dass er ein Dämon sei. Ein Geist dann also, dachte sie sich und band sich dann mit einer eleganten Bewegung die lockigen Haare zu einem unordentlichen Dutt zusammen. "Damit hat deine Mutter Recht gehabt" lachte Gaia und ließ sich nach hinten sinken, bis sie wieder an dem Stamm des Baumes gelehnt da saß. Sie lauschte ihm weiter und runzelte die Stirn. Vielleicht waren sie beiden die einzige Naturgeister. Nichts, dass ihre Freude auf das kommende Schuljahr erhellte, aber zumindest war sie nicht alleine. Das allein reichte um ihr wieder ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern." Also gibt es hier wirklich Menschen, irgendwie hatte ich gedacht, dass das ein schlechter Scherz meiner Mutter ist. sagte sie und man konnte sehen, dass sie das wirklich gehofft hatte. Das würde das Anpassen an ihr neues Leben nur noch schwerer machen. Sie seufzte laut.

"Du klingst wirklich begeistert über diese Tatsache "merkte sie schnippish an während sie mit ihren Fingern über die raue Rinde des Baumes fuhr. " Wenn meine Mutter mich nicht bis in diese Stadt gebracht hätte, dann wäre sich wahrscheinlich irgendwo auf dem Weg hier her verschwunden, aber wenn ich jetzt schon mal hier bin." sagte sie halb jammernd halb resignierend. Nein, sie wollte wirklich nicht hier sein, nur noch ein Jahr, dann wäre sie Volljährig gewesen, dann hätte sie gehen können, wohin auch immer sie hätte gehen wollen und jetzt, jetzt würde suie hier ein jahr lang gefangen sein und so musste sie das beste aus dieser Situation machen. Sie kramte in ihrer Bauchtasche herum und hielt ihm dann etwas in der flachen Hand hin. " Das hier sind Silberranken-Samen, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen, beginnen sie zu wachsen und sie wachsen wahnsinnig schnell, aber auch nur bis zu einer bestimmten Größe. Mein Vater hat mich verflucht, wenn ich sie ihm in die Dusche gelegt habe ehe er geduscht hat, er ist dann von Kopf bis Fuß umrankt gewesen." lachte sie und in ihren Augen funkelte es schelmisch. Ein typischer Zug an Naturgeistern, während ihr Vater es gehasst hatte, ihre Mutter getadelt, so hatte ihre Oma sie dafür umso mehr geliebt. Würde sie bei Jiro ähnliche Züge entdecken können? Dann könnte sie vielleicht wirklich eine schöne zeit haben auf dem Internat.

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Do 7 Sep - 21:49

Gaia Lithgow
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Er war eigentlich sein ganzes Leben lang von Menschen umgeben gewesen — und dennoch hatte das sie für ihn nie wirklich sympathischer gemacht. Ganz im Gegenteil. Je genauer man sich mit der Lebensweise der Menschen beschäftigte, desto schlimmer wurde es. Nicht nur quälten sie den Planeten, sondern auch die Tiere, die auf ihm lebten, und das aus Gründen, die Jiro einfach nicht verstehen wollte. Leicht zuckte er mit den Schultern, die Hände leicht bewegend, als würde er nachdenken. "Warum auch immer sie auf diese Schule gehen." brummte er, wenig Begeisterung in seiner Stimme. War das ein Versuch, Menschen und Wesen wie ihn und andere zu sozialisieren? Ihnen zu zeigen, dass Naturgeister, Werwölfe und Halbgötter nichts waren, wovor man sich fürchten sollte? Dabei war es genau andersherum; vor den Menschen sollte man sich fürchten, nicht vor Leuten wie Gaia und ihm.

Die Reise hierher war anscheinend auch für Gaia nicht unbedingt angenehm gewesen. Bei ihren Worten bewegte er nur leicht den Kopf von einer Seite zur anderen, die Augen etwas entspannend, als würde er sich wieder bewusst werden, wie schwer seine Augenlider überhaupt waren. Jetlag eben — nicht sonderlich angenehm. Fliegen war ohnehin nicht so angenehm, Zug fahren ebenso wenig. Doch wurde Jiro schon etwas wacher und aufmerksamer, kaum dass die Dryade vor ihm in ihrer Bauchtasche herumwühlte und ihm schließlich etwas in der flachen Hand hinhielt. Mit den dunklen Augen fixierte er die Samen auf ihrer Handfläche, die eigene Hand anhebend, allerdings zunächst nur, um sich mit dem Handrücken leicht über die Augen zu reiben, wobei er den Kajal um seine Augen etwas entfernte, es selbst allerdings ignorierte. Und tatsächlich bildete sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen, noch während Gaia redete. "Die sind super. Wie viele hast du davon?" Mit den blassen Fingern nahm er besagte Silberranken-Samen von ihrer Handfläche, um sie näher zu betrachten. "In der Schule sind sowieso zu wenig Pflanzen. Warst du schon drin?" Kurz hob er den Blick, sie ansehend, um dann zurück zu den Pflanzensamen zu sehen. "Ich hätte nichts gegen ein paar Ranken im Trinkbrunnen." Die Schultern zog er kurz etwas amüsiert an, dann allerdings den Kopf schüttelnd. Solche Tricks hatte er zwar nicht auf Lager, hatte aber schon früher Menschen mit seinem Licht an die unmöglichsten Orte gelockt, sodass sie irgendwo wieder aus ihrer Trance erwachten und alleine nachhause irren mussten — und damit konnte man hier sicherlich auch etwas anstellen.

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Gaia Lithgow

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BeitragThema: Re: »kleiner See   Mo 11 Sep - 11:22

Jiro&Gaia

Und wirklich so wie sie es vermutet, nein, eher gehofft, hatte, auch Jiro hatte diese Züge an sich und war sofort aufmerksam als er die Samen entdeckt hatte. Das Grinsen auf den Lippen der jungen Dryade wurde breiter und sie  zog einen kleinen Samenbeutel aus der Bauchtasche. Dies war einer von  vielen. Aber nicht alle Kräuter und Blumen die sie mitgebracht hatte, waren für Streiche gedacht. Sie war einfach gerne umgeben von Pflanzen, liebte es wenn es bunt war und grün, also hatte sie beschlossen ihr Zimmer mit Pflanzen voll zu stellen und vielleicht würde sie ja auch wirklich einige von ihnen in der Schule verteilen.  "Ich weiß nicht, 60 vielleicht 70 Stück, damit könnte man schon was anfangen" grinste sie ihr Gegenüber an. "Und die Schule ist wirklich schrecklich grau, dagegen können wir vielleicht was machen?!" Ein vielsagendes, schelmisch, beinahe bösartiges Grinsen, wie es nur den Naturgeistern steht, schlich sich auf Gaias Lippen und dann steckte sie die Samen wieder in ihre Bauchtasche, die die Jiro in der Hand hatte forderte sie nicht zurück, er würde sie schon vernünftig einsetzten, da war sie sich sicher.

"Diese Dinge bleiben aber unter uns!" sie zwinkerte als sie sich erneut umpositionierte um bequemer zu sitzen. Sie konnte nur ahnen, was er mit seinen Fähigkeiten angestellt hatte und überlegte schon, wie man das Eine mit dem Anderen kombinieren konnte. " Ich glaube, dass wir hier eine Menge Spaß haben können, wenn wir es richtig machen!" lachte sie und streckte sich genüsslich, ehe sie wieder in die bequeme Haltung zurück sank.  Wenigstens gab es hier jetzt einen Hoffnungsschimmer, etwas das ihre Laune verbesserte, wenn sie daran dachte, was sie für ein Jahr vor sich haben würde... ein Jahr, nein, mist es würden zwei Jahre sein... innerlich seufzte sie, doch  wollte sie sich davon jetzt nicht ihre gute Laune verderben lassen. Vielleicht, ja ganz vielleicht wären noch mehr wie Jiro und sie hier. Es wäre schön endlich Wesen zu finden, mit denen sie sich verbunden fühlen konnte, die verstehen konnten wie sie dachte und sie nicht für verrückt hielten, Wesen die sie nicht mieden, die sie auch nicht meiden würde. Denn auch wenn sie immer so tat, als wäre es ihr egal, dass sie niemanden hatte, außer ihrer Mutter, die sie aber auch nicht richtig verstand, so war es doch ein einsames und zuweilen trauriges Dasein, wenn es niemanden gab, mit dem sie sich über ihre eigenen Erfolge freuen konnte, der verstand wie schwierig es sein konnte, wenn man so anders war als die meisten und es liebte so zu sein. Jemanden der vielleicht genauso einsam gewesen war, jemanden der ihr die Einsamkeit nahm, ja ein Freund, das wäre ein Fortschritt.

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