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 »Schulhof

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Aurora Diaz
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BeitragThema: »Schulhof   Mo 24 Jul - 16:49

»Natürlich zwingen wir die Schüler nicht bei tollem Wetter drinnen in der Pausenhalle zu sitzen. Dafür ist der Schulhof auch viel zu schön. Die große Wiese und die Buchen bieten im Sommer perfekte Plätze, um auf einer Decke zu liegen und ein Buch zu lesen. Manche Schüler spielen gerne auch mit einer Frisbee oder Badminton. Besonders im Sommer tummeln sich viele auf der Wiese und genießen die Sonne, in Freistunden sowie in Pausen.
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Sophia Evans

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Mi 26 Jul - 15:14

Sophia & ??

Meine Augen verdrehten sich automatisch bei dem Geräusch kreischender Mädchen, die sich in die Arme fallen und aufgeregt von den Sommerferien erzählen – Dann hat mich dieser heiße Typ angesprochen und du kannst dir nicht vorstellen wie... - Wen interessierte das schon? Mich anscheinend genug, sodass ich nicht einfach weghören konnte. Ich sehe staunende Blicke auf mir ruhen, welche eindeutig von Leuten stammen, die selbst keine Fähigkeiten besitzen oder von Neulingen. Ich war schon letztes Jahr hier gewesen und es erging mir ehrlich gesagt nicht anders. Der Fakt, dass keiner von uns begabten Jugendlichen so scharf auf seine Gabe ist, wird schnell vergessen. Dennoch konnte ich es nicht lassen, dass ich eine aus der Wiese gepflückte Blume in der Luft schweben lasse. Meine Finger krümmten sich noch leicht bei der Bewegung, die ich aufbringen muss, um das Energiefeld aufrecht zu erhalten, aber hier arbeitet man auch daran, dass es etwas ästhetischer aussieht. Ganz am Anfang sahen meine Finger aus wie knorrige Wurzeln eines Baumes, wenn ich versuchte einen leichten Gegenstand in der Luft zu halten. Die Gegenstände nur über den Boden zu bewegen ist dagegen wirklich ein Kinderspiel.
Eigentlich sollte ich nicht im Schulhof auf der Wiese unter einer der Buchen liegen, aber ich war nicht scharf drauf jetzt gleich auf meine Zimmergenossen zu treffen. Man muss diesbezüglich echt Glück haben. Letztes Jahr durfte ich jeden Tag wegen einer dicken, undurchdringlichen Wolke an Parfüm ersticken und über die Klamotten stolpern, die im kompletten Zimmer verteilt lagen. Daher war ich nun der Meinung, dass man jede freie Minute ausnutzen soll seinen zukünftigen Mitbewohnern, die, wenn es schlecht läuft, ein ganzes Schuljahr mit im Zimmer wohnen, aus dem Weg zu gehen. Bisher funktioniert die Taktik auch wirklich herausragend gut. Ich ignoriere einfach die Tatsache, dass ich das nicht für immer machen kann und dass ich mal wieder das Gleiche mache wie immer: Ich gehe meinen Problemen aus dem Weg. In Brooklyn ist es aber eh schlimmer. So sehr ich meine Familie auch liebe, die Zeit in Brooklyn vergeht für mich zu langsam und ich fühle mich wieder wie ein Freak unter alle den normalen Menschen. Klar, das Internat bedeutete gleichzeitig Schule und Noten, aber man ist umgeben von anderen Freaks, die zum Teil komischer sind als man selbst. Man fühlt sich verstanden.
Ich schüttle den Kopf – wie sehr bin ich mal wieder gedanklich abgedriftet? - und blicke auf, um die Margerite anzusehen, die vorhin noch so schön in der Luft geschwebt war, aber nun weg ist. Verwirrt, was vielleicht auch teilweise an der langen Zugfahrt lag, sehe ich mich um, wobei ich im Liegen natürlich nicht viel erspähen konnte. Unter dramatischem Ächzen quäle ich mich in den Schneidersitz und aus dem Nichts tauchte die Blume wieder auf. Sie war wohl auf mich runtergefallen, als ich nicht mehr darauf geachtet habe. Ich drehe den Stängel in meinen Finger und streiche mit dem Zeigefinger sacht über die Blütenblätter. Wie gut oder schlecht dieses Schuljahr wird, wird sich zeigen. Wenn schlecht, dann habe ich noch immer die Möglichkeit mich kopfüber in den Sport zu stürzen. Alleine macht das aber auch nur halb so viel Spaß. 

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Matthew Rogers

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Mi 26 Jul - 16:01

Sophia & Matt

Mit seiner kleinen Reisetasche auf dem Buckel lief Matt auf den Schulhof. Schwer war die Tasche nicht, dafür hatte er zu wenig Sachen. Das Kinderheim, in dem er noch bleiben würde, bis er eine Arbeit hatte oder studierte, konnte es sich eben nicht leisten, jedem Klamotten bis zum Abwinken zu besorgen. Aber Matt reichten die Sachen eh. Innerlich musste er grinsen, als er daran dachte, wie viele Sachen seine Zimmergenossen im letzten Jahr mit dabei hatten. Aber er hatte sich wenigstens einigermaßen mit ihnen verstanden. Nur der eine hatte ihn ständig wegen seiner Narben gefragt. Wie oft hätte er denn bitte noch erklären sollen, dass er nicht wusste, woher sie stammten, da er an Amnesie litt? Naja, mal sehen, wer sich dieses Jahr mit ihm ein Zimmer teilen würde.
Auf dem Schulhof jedenfalls war schon einiges los. Er hätte auch schon früher hier sein können, schließlich war es nur ein kurzer Fußmarsch durch die Stadt oder ein kurzer Ritt mit dem Fahrrad, welches er jedoch im Heim gelassen hatte, da er es sich mit dem Personal teilte. Es gab halt nicht viele Leute mit 1,91 Meter Größe. Seine Größe half ihm gerade, den Überblick über den Schulhof nicht zu verlieren. Hier lagen sich Freundinnen in den Armen, da wurde über die Ferien geplaudert, Andere liefen verloren durcheinander, da sie sich noch nicht auskannten. Insgesamt war es ein buntes Treiben und Matthew grinste. Erinnerte etwas an das Kinderheim, wenn ein Ausflug anstand. Meist ging es zwar nur wandern, da auch hier für mehr das Geld fehlte, aber die anderen Kinder und Jugendliche freuten sich über jede Möglichkeit, das Gelände mal zu verlassen.
Gedankenverloren sah sich der Siebzehnjährige weiter auf dem Schulhof um und bewegte sich dabei etwas aus der Menschenmasse. etwas abseits entdeckte er ein bekanntes Gesicht. Sophia Evans, die er aus dem letzten aus seiner Klasse kannte, saß unter einer Buche mit einer Blume in den Fingern. Der Anzahl an Leuten zu beurteilen, die sie anstarrten, hatte sie ihre Kräfte benutzt. Und vermutlich waren das Neulinge oder einfach nicht gewohnt, so etwas zu sehen. Seine Zimmergenossen aus dem Kinderheim würden vermutlich genauso reagieren. Leicht kopfschüttelnd ging Matt auf sie zu. "Hey Sophia", begrüßte er die Jugendliche freundlich "Musst du immer gleich die Neuen verschrecken?", fragte er dann witzelnd und ließ seine Reisetasche von der Schulter rutschen. Wenigstens eine Person, die er kannte. Kurz sah er sich noch mal um. "Was dagegen, wenn ich mich dazu setze? Ich hab noch nicht wirklich Lust, mein Zimmer suchen zu gehen.", fragte Matthew und sah wieder Sophia an "Meine Zimmergenossen lerne ich noch früh genug kennen und hier draußen ist es doch schöner."

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Haily West

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Mi 26 Jul - 22:39

Sophia & Matt & Helena & Haily

Die Halbgöttin seufzte und stellte ihre große Reisetasche auf den Boden. Sie sah sich ihre neue Schule an und konnte alles noch nicht verstehen. Ihre Gaben und die Vergangenheit ihrer Familie und ihre Vorfahren, doch ändern konnte sie nichts und sah sich auf den großen Schulhof um und sah viele verschiedenen Menschen die sich begrüßten und sich umarmten oder sich Fotos zeigten. Von der schwarzhaarigen Schüler entkam ein weiteren Seufzter heraus. " Das kann ja was werden." sagte Haily zu sich selbst und wirkte unentschlossen. Sie nahm ihre großen Reisetasche und fasste den Griff ihres Trollis und begab sich über den Schulhof. Sie sah sich die verschiedenen Personen an und schüttelte nur noch ihren Kopf als sie mit bekam wie manche ihre Fähigkeiten offen zeigten und daraus einen kleinen Wettkampf machten. " Oh man warum müssen manche so überheblich sein" flüsterte die Halbgöttin zu sich selbst und beachtete gar nicht auf was sich vor ihr befand. Denn kurze Zeit später stieß die Schwarzhaarige  mit einer unbekannten Person und ließ den griff ihres Trollis los. Haily erschrak und ging in die Hocke. " Entschuldigung das war meine Schuld." sagte die Halbgöttin direkt und ging ohne ein weiteres Wort zu sagen weiter und suchte sich eine Bank und der Nähe und setzte sich sofort hin. Sie schüttelte ihren Kopf um die Situation aus dem Kopf zu bekommen. Sie nahm ein Foto aus ihrer Jeansjacke und berührte dieses Bild mit ihrer Hand und fühlte sich direkt mit der Berührung wohl. Denn auf diesem bild war sie und ihre ganze Familie aus Memphis. " Mama, Papa, Isabella dies kann nicht funktionieren." erläuterte Haily wieder zu sich selbst und wich sich eine Träne aus dem Gesicht. Sie sah sich das Bild lange an und vergaß ihr Umfeld komplett. Die Geräusche der anderen Schüler oder der Dufte verschiedener Deo´s und Perfum. Doch sie wurde aus ihrer Welt gezogen als direkt hinter ihr ein fieses Lachen plötzlich kam. " Schaut mal Leute. Dieses Mädchen hat ein Foto ihrer Familie. Wie erbärmlich ist das denn. Sie hat Heimweh." schrie ein Mädchen lachend und ging weiter wie die Halbgöttin mitbekam. Desweiteren bemerkte sie ihre Röte im Gesicht stieg und sie ihre Jacke hoch zog um sich zu verstecken. // Na toll. Jetzt bin ich wieder eine Aussenseiterin. Nur weil ich meine Familie vermisse und ich noch nie in einem Internat war." dachte sich die schwarzhaarige Schülerin und nahm ihren MP3-Player um Musik zu hören.

[ Outplay: Haily rempelt Matthew an. Damit ihr bescheid wisst]
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Helena Lee

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Do 27 Jul - 13:27

First Post

Sophia EvansMatthew Rogers
Haily WestHelena Lee


Es war so weit, nach Jahren des Studiums und des Kämpfens war sie mal in der Position ihrer alten Lehrer. Sie würde ein paar diese Schüler unterrichten im Laufe des Jahres und hoffentlich auch die nächsten zukünftigen Jahre. Ihr gefiel es hier schon seit den ersten paar Minuten. Die Atmosphäre, die Kollegen, einfach alles schien Perfekt zu sein. Jetzt müsste sie nur noch schauen wie die Schüler waren. Seelisch war sie vermutlich schon lange auf alles vorbereitet, dachte sie zumindest. Ständig malte sie sich Geschehnisse aus, die mit den Schülern passieren können. Die Angst als Pädagogin zu versagen nagte seit ein paar Tagen an ihr, schlechte Träume, Selbstzweifel und einige schlaflose Nächte wahren die Ergebnisse. Selbst die Nacht auf heute hatte sie nur etwa 4 Stunden geschlafen. Trotzdem war sie aus irgendeinem Grund total fit. Vielleicht war es ja einfach die Aufregung: das erste mal die Schüler sehen. Für sie war es irgendwie komisch, vor ein paar Jahren war sie genau in der Situation dieser, die sich gerade begrüßten und quatschten. Sie konnte nicht anders als einfach zu Lächeln bei den vielen ›glücklichen‹ Gesichtern. Es waren vor allem die Schüler, die schon letztes Jahr hier an dem Internat waren, die Lachten und Freude hatten. Die neuen beobachtete sie ebenfalls mit ihren braunen Augen. Wie sie sich neugierig umsahen, wie die Menschen unter ihnen bewundernd, neugierig und ängstlich auf das ganze Geschehen reagierten. ›Sie werden sich daran noch gewöhnen‹ dachte sie sich dabei. Schließlich würden die Menschenkinder das ganze Jahr damit konfrontiert werden, ausnahmslos. Irgendeinmal wird es für diese so Normal sein wie das tägliche Atmen, hoffte sie zumindest.

Bis jetzt hatte sie das Ganze nur beobachtet, versucht, ruhig zu bleiben, aber je mehr sie die Jugendlichen beobachtete, desto mehr bekam sie den Drang diese auch kennenzulernen. Man konnte es Helena wahrscheinlich ansehen, sie war aufgeregt und das nicht nur ein kleines Bisschen. Auch wenn sie den Drang hatte, sie sprach keinen der Schüler an. Sie wollte diese erst einmal auf den ersten Eindruck kennenlernen, das Verhalten der Leute, die die Zukunft noch in Händen hatten und damit alles machen konnten, was sie wollten. Zwar hatte Helena mit ihren 30 Jahren auch noch viel Zeit vor sich, aber sie hatte sich erst einmal für den Weg als Lehrerin entschieden, vielleicht auch für die Familie, wenn es den Klappen würde mit dem ersten Kind. Aber das war eine Sache, die sie langsam anging, schließlich war das, was ihr widerfahren war, tief in ihr verankert.
Drei Schüler vielen ihr besonders auf, auf dem Weg durch die Masse. Ein Mädchen, das mit einer Blume unter einer Buche saß, ein junger Mann der mit ihr redete und wenig später ein junges schwarzhaariges Mädchen, was in den Jungen hineinlief. Kurz blieb Helena stehen, betrachtete das Bild von den drei Schülern und seufzte leise. Schon wollte sie weiter gehen, doch die viel zu hohe Stimme eines Mädchens drang bis an ihr Ohr, wobei, sie war nicht so weit weg nur ein paar Meter und es ließ sie den Kopf schütteln. Sie drehte sich um und betrachtete die blonde, viel zu überschminkte Person und wusste gleich, dass es einer dieser verwöhnten Gören war, die nie Kontakt mit den Eltern hatte. Sie wollte das schwarzhaarige Mädchen aber auch nicht sich selbst überlassen, so setzte sich die Asiatin zu dem Mädchen, was gerade einen MP3-Player aus der Tasche holte. »Beachte solche Menschen einfach nicht, die sind es nicht wert.« Ein freundliches Lächeln lag der jungen Lehrerin auf den Lippen. »Und ich bin mir sicher, du bist nicht die Einzige hier die ihre Familie vermisst.« Zwar konnte Helena es nicht nachfühlen, sie hatte schließlich nie eine Familie, als sie jung war, aber sie hatte sich immer eine gewünscht, als sie im Waisenhaus saß und aus dem Fenster gestarrt hatte.


Erwähnt: Mattew, Sophia, Haily
Angesprochen:Haily

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Caius Leblanc

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Fr 28 Jul - 16:28


CAIUS & LUCIAN    
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Mehr oder minder hatte er mit der Arbeit die Zeit totgeschlagen — und so verhindert, Celeste das Leben zur Hölle zu machen. Die beiden verstanden sich zwar (immerhin waren sie Geschwister), doch hätte Caius sowieso ein schlechtes Gewissen gehabt, hätte er sich den ganzen Sommer über praktisch durchgeschnorrt. Zwar hatte sein Vater ihm Geld geschickt, aber wenigstens etwas wollte er selbst beitragen. Genug Zeit hatte er so oder so gehabt. Wieso diese also nicht sinnvoll gebrauchen? Sowieso hatte es ihm mehr oder minder Spaß gemacht, auch wenn er nur gekellnert hatte. Beschäftigung war Beschäftigung, da wollte er sich nicht noch beschweren. "Hab nur hier und da gekellnert. Mach ich jetzt auch noch. Im Eiscafé." — Etwas mehr Taschengeld konnte nie schaden. Wenn es ihm wegen dem Unterricht zu viel werden würde könnte er jederzeit kündigen, doch war er sich sicher, dass er in Gegenwart der verschiedenen Eissorten und mit dem Geruch von frisch gebrühtem Kaffee in der Nase nicht so schnell einfach wegpennen würde. Die Arbeit sollte jetzt allerdings kein Thema sein. Wichtiger war es, so schnell wie möglich nach draußen zu kommen, ohne drei mal über irgendetwas zu stolpern oder jemanden anzurempeln. Caius konnte es kaum erwarten, bis jeder sich zurechtgefunden hatte und nicht mehr alles mit verwirrten Neulingen verstopft wäre.
"Dummheit schützt vor Strafe nicht. Ich würde dich erst eine Stunde vor der Tür schmoren lassen." scherzte er noch als Antwort auf Luke's Frage, die Aussage jedoch mit einem Lachen wieder entschärfend. "Doch, doch. Ich bin ja immerhin der zimmer-eigene Universalschlüssel." — was irgendwie stimmte. Wenn er wollte könnte er in jedes Zimmer, ganz ohne Schlüssel oder roher Gewalt und egal ob die der Schüler oder Lehrer. Praktisch war das schon (wobei der Gedanke wieder einen zufriedenen Ausdruck auf sein Gesicht trieb), peinlich allerdings auch, wenn er einmal aus Versehen hinter der falschen Tür landete. Verhindern konnte man solche Unfälle allerdings nicht — und meistens gebrauchte er sowieso eher die altmodische Art der Fortbewegung. So zu Fuß wie gerade. Auch wenn er sich gerade eher hinter Luke her schob, als wäre dieser der Felsen in der Schüler-Brandung. Was doch irgendwie eine amüsante Vorstellung war. Es benötigte ein wenig Konzentration, im Treppenhaus selbst nicht einen unbeabsichtigten Überschlag über die Stapel an Koffern und Taschen zu machen, doch mit ein wenig Feingefühl klappte selbst das — sodass die beiden schlussendlich den Schulhof erreichten, auf dem schon deutlich weniger Gedrängel war. Erleichtert atmete Caius auf, kurz den Blick hebend und in die Sonne blinzelnd, um sich dann umzusehen. Hier und da ein paar Gruppen an Schülern, manchmal einzelne, die vielleicht noch auf Freunde oder sonstiges warteten. "Bin mal gespannt, ob wir dieses Jahr viele neue Lehrer haben." redete er dahin, fast als würde er mit sich selbst reden. "Die ganzen unbeaufsichtigten Koffer hier sind fast verlockend, findest du nicht?" erneut lachte er, dem Schwarzhaarigen scherzend den Ellenbogen in die Seite rammend. Wie gesagt; er hielt sich hauptsächlich von Wertgegenständen fern. Immerhin war er ja kein böser Mensch, sondern nur jemand, der den Nervenkitzel amüsant fand. Das schlimmste was momentan passieren könnte war sowieso, dass er versehentlich einen Koffer wegschickte, wie man es auch nennen wollte, und dieser nie wieder gefunden werden würde.
— Weshalb er fast einen Bogen um alle Reisetaschen et cetera. machte. Solange er SELBST allerdings nicht einfach verschwinden würde, war das ganze noch erträglich.

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Lucian Halliday

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Fr 28 Jul - 16:56

CAIUS && LUCIAN
cf: Zimmer 2 (Jungs)

Caius erzählte noch von seinem Job im Eiskaffee bevor die zwei Jungen sich auf den Weg nach Draussen machen. "Klingt cool. Taschengeld kann man ja immer brauchen. Und da kriegst du bestimmt eine Menge gratis Eis", erwiderte Lucian auf die Erzählung seines Zimmergenossen. Gratis Eis klang schon ziemlich toll. Lucian mochte diese süsse kalte Speise, die so herrlich den Rachen kühlte. Vor allem an heissen Sommertagen, von denen es diesen Sommer mehr als genug gegeben hatte. Auf dem Weg nach unten sprachen sie dann vom Schlüssel und Caius meinte, dass er ihn erst eine Stunde vor der Tür schmoren lassen würde bevor er ihn rein liesse, falls der Schwarzhaarige mal seinen Schlüssel vergessen hatte. "Hey, so mies wär ich also nicht", erwiderte Lucian scherzhaft darauf und stiess seinen Ellbogen in Caius Seite. Natürlich war es auch ein Scherz von Seiten des Blonden gewesen und er meinte, dass er ja schliesslich der Zimmer-Eigene Universalschlüssel wäre. "Klingt super, ich kann manchmal doch ziemlich vergesslich sein. Auch wenn ich meist alles im Griff hab", erwähnte Lucian. Er war wirklich eigentlich fast immer gut organisiert. Ausser wenn er gerade wieder eines seiner Erlebnisse gehabt hatte. Dann konnte er dann doch noch mehrere Stunden verwirrt durch die Gegend laufen ohne zu Wissen wo ihm der Kopf stand.
Es war ziemlich mühsam sich einen Weg durch den Strom an Schülern und Gepäck zu bahnen und der Schwarzhaarige spürte Caius in seinem Nacken. Schien als ob der Blonde sich eng an ihn hielt, was nicht unbedingt dumm war. Wahrscheinlich hätte er dasselbe getan, wenn es Caius wäre, der voraus ging. Aber nun hatte er mal eben diese Rolle und sie war lästig. Caius lenkte ihn von den Gedanken über die nervtötenden Koffern ab in dem er darüber sinnierte, ob es wohl viele neue Lehrer geben würde dieses Semester. Lucian konnte ihn in dem ganzen Getümmel kaum verstehen, weshalb er seinen Kopf nach hinten drehte und beinahe in einen Typen hinein lief. Doch er konnte im letzten Augenblick noch ausweichen und blieb schnell stehen. "Weis nicht, denke den Einen oder Anderen wird es schon geben", erwiderte er und drehte sich dann wieder von Caius weg um weiter zu gehen. Sie kamen in die Eingangshalle wo es noch mehr Leute und noch mehr Gepäck hatte. Vor allem viele Koffer und Reisetaschen, die einfach an die Wand gestellt wurden. Der Blonde machte eine Bemerkung, dass sie ganz verlockend waren. Lucian war sich der Kleptomanie des Andern bewusst. Auch ihm waren schon kleine Dinge entwendet worden. Ein Feuerzeug hier, ein Schlüsselanhänger da und manchmal ein Schokoriegel. Aber er nahm es Caius nicht übel. Solange sich dieser von Wertgegenständen fernhielt war es ja noch ganz in Ordnung. "Denke von denen solltest du die Finger lassen. Sonst gibts direkt am ersten Tag noch ein riesen Drama", erwiderte Lucian auf die Aussage seines Zimmergenossen und trat endlich auf den Schulhof hinaus. Auch hier hatten sich schon einige Schüler versammelt aber die Luft streute die Gespräche sodass es wesentlich ruhiger war. Ausserdem hatte es hier auch noch Platz. Er sah eine Gruppe Schüler die er nicht kannte, wahrscheinlich Neulinge. Dann sassen da zwei Mädchen beziehungsweise junge Frauen auf einer Bank und unter einem Baum sassen Matt und Sophia, beides Schüler auf derselben Stufe wie der Dunkelhaarige und sein blonder Kumpel. Dennoch steuerte Lucian nicht auf die Zwei zu sondern winkte ihnen bloss schnell. Er bevorzugte es sich etwas weiter von der Eingangstür entfernt auf den Rasen niederzulassen. Kaum sass er richtete er den Blick wieder auf seinen Kumpel vom letzten Schuljahr und meinte: "Schon viel besser. Findest du nicht auch?"
Erwähnt: Helena, Hailey, Matt, Sophia
Angesprochen: Caius

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Caius Leblanc

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Fr 28 Jul - 20:33


CAIUS & LUCIAN    

Gratis-Eis, richtig. Zwar sollte er nicht unbedingt während der Arbeitszeit aus den großen Schüsseln löffeln, durfte sich in den Pausen allerdings gerne bedienen — wobei er die Waffeln, die es dort gab, fast lieber mochte als die kalte Masse. Eis kratzte nach ein paar Minuten einfach im Hals, brachte ihm zum husten, sodass es sich anfühlte, als würde er heiser werden und vor den Gästen wollte er sich ohnehin nicht die Lunge aus dem Körper husten. Es war also doch mehr das Geld, das ihn anlockte, nicht das Eis. Bei den gar geschockten Worten des Gleichaltrigen grinste der Blonde nur kurz, nichtssagend mit den Schultern zuckend. Nein, natürlich würde er Lucian nicht draußen lassen. Er rümpfte nur amüsiert die Nase, als der Ellenbogen des Anderen ihn in der Seite traf, bei der nächsten Aussage nickend. Wohl noch ein Vorteil daran, sich mit Lucian das Zimmer zu teilen; wenigstens EINER hatte einen ungefähren Plan von Ordnung. Caius immerhin war etwas vergesslich und unordentlich, auch wenn er versuchte, das ganze in Maßen zu halten.
Er folgte Luke also durch die Menschenmasse, das Gespräch trotz der Lautstärke und dem Stress nicht unterbrechend. Kaum blieb der Schwarzhaarige nach einem raschen Ausweichmanöver allerdings stehen, erschrak Caius, zu spät anhaltend, weshalb er den anderen leicht anrempelte. "Sorry." murrte er nur knapp, um danach auf die Antwort einzugehen. "Ja, glaub' auch. Hoffen wir mal, dass kein ultra strenger dabei ist." — Auch wenn es Caius' Noten vielleicht sogar gut tun würde. Doch solange er die Schuljahre schaffte, war ihm der Schnitt fast schon egal.. Durchschnittlich war in Ordnung und in Ordnung genügte ihm völlig. Die unbewachten Koffer und Taschen schienen ihn direkt vom Thema abzulenken — doch rüttelten Luke's Worte ihn fast wieder wach. "Keiner würde was merken." nuschelte der Blonde in sich hinein, fast als würde er einen Plan schmieden, doch verwarf er diesen schnell wieder. Er wollte immerhin keinen Ärger machen — nicht am ersten Tag und nicht wegen einer solchen Dummheit. "Hast Recht." meinte er also etwas lauter, fast fröhlich, wobei seine Laune sich nur weiter hob, als sie endlich außerhalb des Gebäudes waren. Es war deutlich leiser, angenehm windig und hier und da waren ein paar bekannte Gesichter vom letzten Schuljahr. So grüßte auch er Sophia und Matthew die etwas weiter entfernt saßen mit einem knappen aber freundlichen Heben der Hand, um dann Lucian hinterher auf den Rasen zu folgen. Anstatt sich allerdings direkt hinzusetzen, streckte er sich erneut, sich noch etwas umsehend, als wolle er Neulinge ausmachen, die mit ihren Fähigkeiten noch nicht klar kamen und diese so quasi zur Schau stellten. Doch wurde im das ebenso schnell wieder langweilig, er hockte sich schließlich doch auf das Gras und widmete seine Aufmerksamkeit dem Schwarzhaarigen. "In der Tat. Hier brummen mir immerhin nicht die Ohren." Mit einer Hand fuhr er sich durch die wirren blonden Locken, die Hand anschließend wieder sinken lassend. "Eine Sache die ich nicht vermisst habe; das Essen." Er hob den Zeigefinger, als wäre es eine Aufzählung, wobei dem auch irgendwie so war. "Und die Nachtruhe ist ziemlich früh angesetzt, findest du nicht?" — vielleicht empfand er auch so, weil er ständig Koffein intus hatte? "Wird ziemlich schwer sein, sich wieder an das früh-aufstehen zu gewöhnen. Und das früh-schlafen-gehen."

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Sophia Evans

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Sa 29 Jul - 14:55

Meine Schwester würde das Internat lieben. Das ist keine vage Vermutung, sondern eine Tatsache. Sie würde von Schüler zu Schüler rennen, einen über seine Fähigkeit ausfragen und will anschließend eine kleine Darbietung sehen. Ihre intensiv blauen Augen würden leuchten und sie würde mit einem breiten Dauergrinsen den Tag überdauern. Ich bedauerte es wirklich sehr, dass sie nicht hier sein kann. Im Gegensatz zu mir hat sie aber auch Freunde in Queens und ist da auch mehr als glücklich. Außerdem sollte nur einer von uns verkorkst sein, mehr können wir unseren Eltern nicht zumuten. Wie hoch wohl die Schulgebühren hierfür war? Ich wollte mir die Summe nicht vorstellen. Allein die Reise hierher ist bestimmt nicht so billig. Ein Grund mehr sich zu freuen, wenn man den Abschluss in der Tasche hat und sich sein eigenes Geld verdienen kann. Andere haben Angst davor, ich war davon nie betroffen.
Ich hob automatisch den Kopf, als sich über mich ein Schatten zog. Ich kannte den Verdächtigen sofort, schließlich hatten mich und die Schule nur sechs Wochen getrennt. Dennoch sagte ich seinen Namen so, als würde ich mich gerade erst daran erinnern. „Matthew Rogers,“ sage ich langsam und deutlich, meine Beine zog ich an meinen Körper heran zu einem Schneidersitz. Ich spüre, wie sich mein Mund zu einem Lächeln verzogen. Weniger weil ich wusste, dass ich das Bedürfnis zu lächeln habe, mehr weil es eine nette und willkommen heißende Geste ist. Sein Vorwurf, wenn man es denn überhaupt so nennen kann, stritt ich natürlich sofort sehr überzeugend ab, indem ich gespielt empört entgegne: „Ich mache doch gar nichts Böses! Außerdem nicht Neue verschrecken-“, ich hob die Hände und deutet mit meinen Fingern Gänsefüßchen an. „ich helfe ihnen lediglich beim Eingewöhnen. Ein völliger selbstloser Akt von mir. Ich will ihnen nur einen tollen Start hier geben. Sie werden auch gar nicht ein paar gruselige Fähigkeiten sehen.“ Mein Sarkasmus war vielleicht doch hörbar, aber mein Grinsen sollte das wett machen. Ich fand es auch wirklich lustig. Manche ziehen ein Gesicht, als würde hier ihr Leben zu Ende gehen, dabei wird es hier erst richtig anfangen. Okay okay, ich habe auch ausgeschaut, als müsste ich an einen fremden Planten fliegen, wo es nur Idioten gibt. So ist es hier aber nicht.
Matthew fragt, ob er sich setzen kann und da er vom letzten Jahr bereits von meiner sehr ironischen Art wissen dürfte, war ich auch nicht scheu zu antworten und dabei eine kleine Anspielung zu machen: „Nur zu, mach Sitz. Ich drück mich auch die ganze Zeit davor. Würde sogar fast lieber hier draußen schlafen, bevor ich so bescheuerte Mitbewohner bekomme wie letztes Jahr.“ Ich klopfe auf das Gras neben mir. Ehe sich der Gleichaltrige aber setzen kann, sehe ich aus dem Augenwinkel eine – definitiv neue – Schülerin, die gedankenverloren oder eben abgelenkt von den Kopfhörer in den Ohren geradewegs auf ihn zuläuft. Hätte ich das mit den Energieblasten schon drauf, könnte ich ihren einen leicht Stoß versetzen, damit sie nicht auf Matt trifft, aber stattdessen kann ich ihn nur warnen: „Achtung, Neuling!“ Es war aber schon zu spät. Das Mädchen erschrak und ging kurz in die Hocke. Stumm verfolge ich ihre raschen Bewegungen und ordne sie schnell zu denen ein, die eher weniger auffallen. Vielleicht auch, weil sie es nicht wollen. Sie ging zu der Bank in der Nähe und sehe ihr noch einen Augenblick nach, mich selbst fragend, ob wir uns um sie kümmern sollen oder nicht. Ich wende mich aber einfach an Matt und drehe dabei unbewusst an den mehreren Ringen an meinen Händen rum. „Wie waren deine Ferien? Gut überstanden?“ Eine simple Frage, auch wenn man sehr verschieden genau und ehrlich antworten kann. Ich habe mir eine Standardantwort angelegt, die so ziemlich jeden zufrieden stellen sollte. Während ich auf seine Antwort warte und zuhöre, fallen zwei bekannte Gesichter in mein Blickfeld. Es waren Caius und Lucian, ebenfalls letztes Jahr mit mir in einer Klasse gewesen. Als sie auch uns entdecken und begrüßen, erwidere ich ebenfalls einen Gruß – lächeln und winken. Bei Caius frage ich mich automatisch, ob ich ihn nach meinem Ring fragen sollte, der letztes Jahr irgendwie spurlos verschwunden ist. Vielleicht bot sich die Gelegenheit mal wieder. „Was wäre denn deine Vorstellung von richtig schlimmen Mitbewohnern,“ frage ich Matt ganz unvermittelt. Ich schätze ihn als sehr geduldig und robust ein, jemand der nicht so schnell zu Tode genervt ist von jemanden wie ich.

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Lucian Halliday

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Sa 29 Jul - 15:00

CAIUS && LUCIAN

Der ganze Weg nach Draussen war dann doch ziemlich beschwerlich. Und obwohl es sich lohnte war Lucian doch sehr froh als er die Tür erblickte, die den Weg zum Schulhof freigab. Er drückte sich an den letzten paar Leuten vorbei und raus in die frische Luft. Beinahe sofort fiel hier der Lärmpegel und man konnte sich endlich wieder unterhalten ohne sich ständig anzuschreien. Die Luft verteilte den Lärm sehr gut, sodass es doch ziemlich leise war obwohl auch hier mehrere Menschengruppen sassen. Neulinge und Altbekannte, solche die standen, sassen oder lagen. Lucian entschied sich für Zweiteres und liess sich auf den Rasen nieder. Sein Zimmergenosse stand zwar bei ihm aber blieb stehen und streckte sich. So sah Lucian nach oben um dennoch in das Gesicht des Blonden sehen zu können als er sich durch die Haare fuhr und sagte, dass ihm hier Draussen die Ohren nicht so dröhnen würden. Damit hatte er auf jeden Fall recht. So viel durcheinander gewürfeltes Gerede in den Schulhallen, dann an den Wänden wiederhallte und sich so exponentiell an Lautstärke steigerte. Das war wirklich kaum auszuhalten. Hier in der freien Natur war es viel angenehmer. Das Gerede der Anderen war mehr ein leises unverständliches Summen, das lauter wurde wenn der Wind in die richtige Richtung wehte. Aber es war gut auszublenden. Der Blonde hatte sich nun doch zu ihm gesetzt und zählte zwei Dinge auf, die er definitiv nicht vermisst hatte. Erstens das Essen. Lucian konnte das nicht ganz nachvollziehen. Klar einem Eliterestaurant konnte das Kantinenessen den Rand nicht reichen. Aber er hatte es bisher ganz okey gefunden. Zumindest hatte der Schwarzhaarige sich eigentlich nie wirklich dazu zwingen müssen etwas zu essen. Vielleicht half da allerdings auch die Tatsache, dass er überhaupt nicht heikel war, was essen betraf. Er ass eigentlich alles gern ausser speziellen Sachen wie gewisse Meeresfrüchte oder Kaffee-Eis. Aber das konnte man ja gut umgehen. "Ich find das Essen gar nicht so mies...", erwiderte Lucian deshalb auf die Aussage des Blonden und sah ihn an. "Was findest du denn so schlimm daran?", fügte er dann noch an. Vielleicht lag es daran, dass Caius Franzose war. Vielleicht assen die da ja komplett Anders als hier. Lucian wusste es nicht, er hatte noch nicht wirklich viel der Welt gesehen. Eigentlich noch gar nichts. Ausser den Rocky Mountains, seinem Heimatort und den nahe gelegenen Dörfern sowie Lekandra und der Umgebung war er kaum je weggewesen. Und wenn er dann mal etwas Anderes gesehen hatte, war es nur weil er auf dem Weg von zu Hause ans Internat umsteigen musste oder daran vorbei fuhr. Aber das Bedürfnis mehr von der Welt zu sehen hatte er bisher auch noch nicht wirklich gehabt. Caius zweite Sache, die er nicht vermisst hatte, war die frühe Nachtruhe. Da konnte Lucian ihm nur zustimmen. Er war eine Nachteule und konnte oft lange nicht einschlafen. Ausserdem arbeitete er zwischen acht Uhr Abends und Mitternacht meist am effizientesten. Deshalb war er oft nach Sperrstunde nochmal aufgestanden und hatte heimlich gelernt. Erwischt worden war er dabei bisher zum Glück noch nie. Auf Caius aussage stöhnte er auf und meinte: "Seh ich genauso. Vor allem, sind wir nicht langsam Alt genug um selbst zu Entscheiden wann wir schlafen wollen und wann nicht? Ernsthaft." Er stiess Luft zwischen seinen Zähnen hervor und liess sich auf den Rücken fallen. "Hast du dir unseren Stundenplan schon angeguckt? Ich hoff der ist einigermassen okey. Hatte noch keine Zeit drauf zu schauen", fragte er dann seinen Zimmergenossen und drehte seinen Kopf so, dass er den Blonden ansehen konnte.

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Matthew Rogers

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Sa 29 Jul - 16:10

Matthew grinste, als Sophia seinen Namen betont langsam und deutlich aussprach und mit einem leichten Lächeln ergänzte. So war seine Mitschülerin eben. An ihren Sarkasmus hatte er sich schon letztes Jahr gewöhnen dürfen. War also irgendwie klar, dass sie auf seine Witzelei einstieg und gespielt empört meinte, dass sie doch gar nichts böses machen würde. Vor allem nicht Neue verschecken, eher half sie ihnen beim Einleben, was ein vollkommen selbstloser Akt von ihr war. Und die Neuen würden bestimmt keine gruseligen Fähigkeiten zu sehen bekommen. Matt schüttelte fast lachend den Kopf. "Die selbstlose Sophia schreitet zur großherzigen Tat mit Captain Sarkasmus und Major Telekinese, wie?", witzelte der Siebzehnjährige weiter. Aber Sophia hatte recht. Manche der Neuen sahen echt aus, als würde es zur Apokalypse kommen, wenn sie die Tür zum Internat betraten. Jetzt, da er das zweite Jahr hier war, durfte er sich wenigstens ein bisschen darüber lustig machen, solange er niemanden damit verletzte. Sofern er sich erinnern konnte, hatte es bei ihm auch nicht anders ausgesehen. Aber er hatte eher die Befürchtung gehabt, jemandem über den Weg zu laufen, der ihn als George erkannte und als Jäger an den Pranger stellte. Aber das Leben hatte er schon lange hinter sich gelassen und er war das auch nie wirklich gewesen. Immerhin hatte sich sein Vater genötigt gefühlt, seinem Sohn den Arm zu brechen, weil er nicht einsah, warum man Wesen jagen sollte. Die zurückgebliebene Narbe erinnerte ihn täglich daran. Und die Narbe an seinem Bein daran, dass George tot war. Er war jetzt Matt und niemand würde je herausfinden, wer er mal gewesen war. In den paar Jahren hatte er sich genug verändert, dass man es ihm auch nicht sofort ansehen würde, dass er eigentlich George war. Nur war er sich dabei nicht sicher, ob seine Eltern oder sein damaliger bester Freund nicht doch erkennen könnten, wer er war. Aber zum Glück war keiner von ihnen hier und konnte ihn verraten.
Sophia riss ihn wieder aus seinen Überlegungen, als sie meinte, er solle ruhig sitz machen. Sie würde sich auch schon die ganze Zeit davor drücken, reinzugehen. Sie würde sogar lieber hier draußen schlafen, als wieder solche bescheuerten Mitbewohner wie letztes Jahr zu bekommen. Bei ihrer Anspielung auf sein Werwolfdasein musste er grinsen. Gerade wollte er sich setzen, als sie noch Vorsicht, Neuling, meinte, bevor auch schon jemand in ihn hinein lief. Kurz zuckte er zusammen, bevor er "Schon ok." zu dem Mädchen meinte, als sie sich entschuldigte. Dann ließ sich Matt auch schon auf dem Boden im Schneidersitz nieder und sah ihr kurz nach. Sie war wohl eindeutig der schüchterne Typ, der lieber unauffällig blieb.
Erneut holte Sophia den Werwolf aus seinen Gedanken zurück und er sah ihr wieder ins Gesicht, als sie fragte, wie seine Ferien gewesen waren und ob er alles gut überstanden hatte. Matthew nickte lächelnd. "Eigentlich ganz ok.", setzte er an, als er ihren Blick zu zwei ihm bekannten Gesichtern verfolgte, Cauis und Lucian. Die Beiden waren ebenfalls in ihrer Klasse. Grüßend hob Matt seine Hand, bevor er sich wieder an Sophia wandte. "Wie es eben ist, wenn man mit circa hundert anderen Kindern jeglichen Alters einmal in der Woche wandern geht.", meinte er noch zum Thema Ferien. "Und selbst? Hast du viel angestellt?", fragte er dann. Das Kinderheim war eigentlich wie das Internat, nur eben nur auf Menschen ausgelegt. Nur von dem einen Betreuer wusste Matt, dass er kein Mensch war, weil er ihn auf seine Wandlung angesprochen hatte und es dann durchgebracht hatte, dass Matt hierhin durfte. Der Kerl musste sogar etwas von seinem Lohn dafür hinblättern und Matt hatte Ferienjobs. Und die Betreuer des Personals hatten ihm sogar eine Arbeit als Babysitter vermitteln können. Normalerweise nahm man ja keinen Siebzehnjährigen, der größer als 1,90 war, aber da er im Heim lebte, nahm man wohl an, dass er sich um kleinere Kinder kümmern konnte. Tja, der kleine Rabauke, um den er sich kümmern musste, hatte auch alle anderen Babysitter vergrault. Matt schien er jedoch zu mögen, auch wenn dieser ihn nicht das tun ließ, was er wollte. Matt mochte ihn auch irgendwie. Er erinnerte ihn immer etwas an den jüngeren Bruder seines besten Freundes, eben an jenen, den er hätte umbringen sollen, und wegen dem ihn sein bester Freund angefallen hatte, als er ihn gewarnt hatte, was seine Eltern vor hatten.
Sophia fragte den Werwolf, was denn seine Vorstellung eines Horrormitbewohners war. Kurz überlegte er, bevor er antwortete. "Jemand, der dauernd nachfragt, ob ich mich wieder an etwas erinnern kann, oder nachts dauernd fragt, ob man schon schläft.", meinte er, bevor er wieder einen witzelnden Ton anschlug "Oder der Typ, der genauestens meine Narben untersuchen muss, als wären sie eine Schatzkarte." Kurz verstellte er seine Stimme und tat so als würde er eine Karte lesen "Ah, hm. Also die am Schlüsselbein könnte die Straße da sein. Und die an deinem Arm die Interstate. Mit dem Biss an deiner Wade... hm... aha, der Schatz liegt mitten in Nevada, irgendwo in den Red Rocks. Garantiert." Matt selbst konnte sich ein knappes, leises Lachen nicht verkneifen, das jedoch in einem genervten Stöhnen endete. "So einen hatte ich schon letztes Jahr. Mehr davon brauche ich nicht, danke.", meinte er und verdrehte kurz die Augen. "Mit wem würdest du denn am liebsten nicht auf ein Zimmer kommen?", fragte er anschließend Sophia und kratzte sich kurz am rechten Unterarm.

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Caius Leblanc

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BeitragThema: Re: »Schulhof   So 30 Jul - 12:24


CAIUS & LUCIAN    

Das Gute an den ganzen Neulingen war, dass es in den ersten paar Wochen kaum auffallen und vielleicht sogar einfach mit einem Nicken des Lehrers stumm akzeptiert werden würde, würde Caius zu spät zum Unterricht auftauchen. Zwar musste er — im Gegensatz zu den anderen zu-spät-Kommern — nicht mehr den Raum suchen, in dem die nächste Stunde stattfinden würde, doch bei so vielen, die nach und nach eintrudelten, könnte man schlecht nur ihn mit Strafarbeiten oder sonstigem bestrafen. Lernen tat er daraus sowieso nicht. Doch wie auch immer. Auf dem Schulhof konnte man wenigstens wieder seine eigenen Gedanken hören, ohne mehr oder minder unfreiwillig das Gespräch aufgeregter Gruppen zu belauschen, die sich über ihren Sommer oder sonstiges austauschten oder andere, unbekannte Schüler schräg anstarrten, während sie darüber philosophierten, welche Fähigkeiten wohl in ihnen schlummerten. Das konnte zwar durchaus unterhaltsam sein, wenn man neu war, doch manche Ideen waren oft einfach nur irrsinnig und übermäßig kreativ. Es dauerte nicht lange, bis Caius sich schließlich ebenfalls auf den Rasen setzte, um dann auch schon wieder die Stimme zu heben — und gleich eine Reaktion von Lucian zu bekommen. Als Antwort wog der Blonde zunächst nur unschlüssig den Kopf von einer Seite zur anderen, etwas gedankenverloren an einem Grashalm neben ihm zupfend. "So schlimm ist es nicht." meinte er schulterzuckend, den unschuldigen Grashalm aus dem Boden ziehend. "Ich find' nur einfach selbst-gekochtes Essen besser. Nicht dass die sich hier keine Mühe geben oder so, ganz im Gegenteil, aber irgendwie... fehlt da was." Vielleicht war es auch einfach die Atmosphäre der Mensa, was wusste er schon.
Bei der frühen Nachtruhe stimme Lucian ihm allerdings zu — was verständlich war. Wer bekam schon gerne vorgeschrieben, wann er schlafen gehen sollte? "Find ich auch. Sieht die Schulleitung wohl anders. Als ob wir Kinder wären." Kurz lachte er, den Kopf dabei schüttelnd, wobei seine blonden Locken ihm leicht ins Gesicht fielen. Noch immer spielte er mit dem Grashalm in seinen Fingern, machte einen Knoten hinein und betrachtete diesen interessiert, aus dem Augenwinkel beobachtend, wie Luke sich nach hinten fallen ließ. Sein Blick huschte bei der Frage zu dem Schwarzhaarigen, wobei er bei dem Gedanken an Stundenpläne und Unterricht fast unglücklich mit den Mundwinkeln zuckte. "Nope. Ehrlich gesagt hab' ich mir direkt meine Zimmernummer gesucht und mich verkrümelt, nicht mehr und nicht weniger." — Er hatte sich ja immerhin nicht einmal die Mühe gemacht, seine Sachen auszupacken oder sich einen Schlafplatz auszusuchen. Er warf den Grashalm zurück auf den Boden, sich einen neuen aussuchend, den er zwischen den Fingern drehte. "Stell dir vor; Sportunterricht und direkt danach Mathe. Du kannst dir vorstellen, wer dann schlafend auf dem Tisch liegt." Mit dem Grashalm deutete er auf sich selbst, die Geste durch ein energisches "Ich." ergänzend. Wirklich unsportlich war er zwar nicht, Mathematik wirkte auf ihn allerdings immer wie eine Schlaftablette. "Danach am besten noch Musik und mein Tag wäre die Hölle." — beides nicht unbedingt seine Lieblingsfächer. Auch wenn er zu wissen glaubte, dass Lucian genau das anders sah — war es nicht so gewesen, dass der Schwarzhaarige gut in Mathe und Musik war? Und beide Fächer sogar noch MOCHTE? Kurz dachte Caius noch stumm nach, ehe er die Überlegungen wieder bei Seite schob. "Naja, wir werden sehen. Vielleicht hält meine Glückssträhne ja noch lange genug an, um uns einen wunderbaren Stundenplan zu bescheren."

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Haily West

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BeitragThema: Re: »Schulhof   So 30 Jul - 14:39

Sophia, Matthew, Helena und Haily

Haily wollte gerade ihre Kopfhörer in ihr Ohr stecken als sich neben ihr eine fremde Frau setzte und mit ihr sprach. Die Halbgöttin sah zu der sprechenden Person und zuckte mit ihren Schultern. " Ich kenne so übertriebenen Mädchen aus meiner alten Schule. Ich war früher eine Außenseiterin und werde es auch hier eine seine. Doch ich habe keine Freunde und brauche auch keine wie ich es immer sehe wie sich Leute über andere hinter ihrem Rücken lästern." erläuterte die Schwarzhaarige und sah der blondhaarigen Tussi hinterher und lächelte. " Ich wette das man auch über die auch lästert."sprach Haily freundlich und streifte ihre langen Haare über die linke Schulter und seufzte. Plötzlich erklang eine Harfenmusik aus dem nichts und die junge Schülerin zuckte kurz zusammen und gleitet mit ihrer rechten Hand in ihre Jackentasche und holte ihr Handy heraus, da sie ein Anruf bekam. Sie tippte kurz auf den Bildschirm und hielte es an ihr Ohr. " Hi Dad." sagte sie kurz und machte eine kleine Pause. " Ja ich bin am Internat angekommen vor 5 Minuten. Ich wollte dich gleich schon anrufen und bescheid sagen. Wie geht´s Mama?" erfragte die Schwarzhaarige und nickte einen kurzen Moment später. "Ok da bin ich froh, dass sie wieder gehen kann nach dem Autounfall. Sag ihr bitte das ich sie vermisse und sie bald anrufen werde." sagte Haily und lächelte. Gleichzeitig legte sie den Anruf auf und steckte ihr Handy wieder weg. Ein Blick schweifte zur Asiatin und eine leichte Röte stieg wieder in ihr Gesicht. " Entschuldigung. Ich wollte nicht so unhöflich sein." entschuldigte sich die schwarzhaarige Schülerin. " Nur mein Vater hatte sich Sorgen gemacht, da ich zum ersten Mal auf ein Internat bin." erläuterte Haily weiter und sah zu dem blondhaarigen Jungen den sie angerempelt hatte und erkannte erst in diesem Moment ein paar Narben an ihm. " Oh man der Arme dort. Die Narben sagen das sein Leben hart ist oder war." deutete Haily an und zeigte auf den Blondhaarigen der am Baum saß. Doch sie wandte den Blick wieder ab und sah zu ihrer Sitznachbarin und lächelte leicht. " Wenn ich mal fragen darf, was machen sie hier?" fragte sie etwas direkt und lehnte sich zurück an die Bank und sah sich wieder den überfüllten Schulhof und erkannte ein paar Fähigkeiten. Einer konnte seine Haare färbe oder seine Nase verformen, ein Braunhaarige konnte das Licht beherrschen und formen und weitere offensichtlichen Fähigkeiten. Haily hingegen wollte mit ihren Fähigkeiten nicht offen leben sondern ruhig auf ihre Schule konzentrieren.

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Marcos Rivera

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Di 1 Aug - 15:41

Jiro Michima & Marcos Rivera
cf: Stadt, Bahnhof

Als sie so nebeneinander sich auf den weg machten, meinte doch glatt der eine, dass er den Zettel doch hätte klauen und damit abhauen sollen. Marcos wäre es recht gewesen. Dann wäre er den Kerl los geworden. Das sagte er ihm dann jedoch nicht und zuckte nur kurz mit den Schultern. Jedoch, dass der Kerl nun meinte, Marc solle sich nicht so anstellen, schließlich wären sie beide Frischfleisch und er würde ihn nicht sofort zerrupfen, machte die Sache nicht besser. Der Kerl hatte ja auch keine ellenlange Akte am Hals, die mit Lügen vollgestopft war und ihm damit jegliche Chancen raubte, in eine doch einigermaßen erträgliche Familie zu kommen. Bestimmt kannte der Kerl es noch nicht einmal, was es hieß, alle paar Tage ein neues Bett beziehen zu müssen und mit anderen Leuten klar zu kommen. Bestimmt hatte er auch eine echte Familie. Und garantiert musste er nicht immer den Haushalt führen, wenn er nicht die Konsequenzen tragen wollte. Er war es auch nicht, der schon am ersten Tag mit etlichen blauen Flecken und einem Veilchen in zerrissenen Klamotten auftauchte. Vermutlich hatte man dem Schwarzhaarigen auch nie eine Flasche auf dem Rücken zerschlagen oder ihm das Ohr eingeschnitten, weil ihm etwas hingefallen war. Bei der Erinnerung daran fuhr Marc sich kurz mit einem Finger durch den Spalt und verzog kurz das Gesicht. Es war schon etliche Jahre her, aber trotzdem fühlte es sich noch sehr komisch an, wenn er das tat.
An einer Straßenkreuzung blieb Marcos kurz stehen und überlegte, bevor er abbog. "Hier lang", kommentierte er nur kurz. Er meinte sich richtig zu erinnern, was bestätigt wurde, als kaum wenige Meter später eine Gruppe Jugendlicher sich lautstark über das Internat unterhielten, während sie auf jemanden zu warten schienen. Marcos senkte den Kopf, als sie durch die Gruppe marschierten, damit keiner von ihnen das Veilchen zu Gesicht bekam. Zum Glück schien die Truppe die Beiden nicht zu beachten und Marc atmete etwas auf, als er seinen Kopf wieder hob. Es dauerte auch nicht mehr lange, bis das Gebäude in Sichtweite kam und sie schließlich den Schulhof betraten. Wieder einmal blieb der Siebzehnjährige kurz stehen. Diesmal um seine Kappe erneut zu richten. Er nahm sie kurz ab und fuhr sich mit der freien Hand kurz durch die Haare, um sie aus seinem Sichtfeld zu halten, während er das Basecap wieder aufsetzte. Die Schüler, die derzeit auf dem Schulhof waren, hatten sie noch nicht bemerkt, weshalb Marc davon ausging, dass keiner von ihnen einen Blick auf sein Veilchen hatte werfen können. Bei seinem Weggefährten war er sich nicht sicher, auch wenn er ihn nicht angesehen hatte. Aber das würde er ja wohl gleich heraus finden. Marc wartete daher auf einen Kommentar, während er seinen Blick etwas über den Schulhof gleiten ließ. Hier und da fielen sich welche in die Arme, andere schnatterten wild durch einander. Manche saßen auf der Erde, andere auf Bänken. Ein paar wenige standen unschlüssig in der Gegend rum, genau wie Marc. Vermutlich sollte er jetzt eigentlich reingehen und nach seinem Zimmer fragen, aber das Treffen mit seinen Zimmergenossen wollte er noch aufschieben. Sie würden nämlich wohl die ersten sein, die den Umfang an seinem Reichtum zu sehen bekommen würden, Veilchen und blaue Flecken eingeschlossen. Die Sachen hatte er die ganze Reise angehabt und da er zum Zug hatte laufen dürfen, war es noch von Gestern. Sie mieften zwar nicht, aber der Siebzehnjährige wollte sich dennoch gerne mal umziehen. Und endlich aus diesen gottverdammten, viel zu kleinen Tretern raus, in denen sich seine Zehen schon an das Scheuern gewöhnt hatten.
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Jiro Mishima

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Di 1 Aug - 18:51

cf: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Marcos Rivera
& Jiro Mishima

Einen Freund hatte er in dem Fremden nicht gefunden. Wäre ja auch zu einfach gewesen — aber sowieso war es nie Jiro's Absicht gewesen, sich gleich mit irgendjemandem anzufreunden. Vielleicht könnte er ausgeschlafen einigermaßen normale Gespräche führen, jetzt allerdings hatte er darauf nicht unbedingt Lust. Sein Gesprächspartner war allerdings auch eher wortkarg. Sie hatten sich einfach nichts zu sagen — worüber sollte man auch plaudern? Auch wenn sie höchstwahrscheinlich aus völlig anderen Ländern und Kulturen stammten, hatte Jiro nicht unbedingt die Geduld oder den Ansporn, den Braunhaarigen auszuquetschen. Und selbst über sich zu reden kam sowieso nicht in Frage. Wenigstens hatte der Hitodama Recht behalten; ungefähr schien sein Kompass (der Spitzname schien ihm momentan recht angemessen, seinen echten Namen kannte er ja sowieso nicht.) die Richtung zum Internat zu kennen, schien an einer Kreuzung einen Moment lang zu überlegen, wobei Jiro einfach ebenfalls stehen blieb und keine Anstalten machte, etwas dazu zu sagen, ging dann allerdings recht zielsicher weiter. Ewig weit war es ohnehin nicht — und trotzdem merkte Jiro mit jedem Schritt, wie er müder wurde, sodass auch das Gespräch irgendwelcher anderen nur unangenehm in seinen Ohren surrte. Dass die Anwesenheit zu vieler Leute dem Braunhaarigen unangenehm war, bemerkte Jiro nicht — und sowieso könnte man auf einem Internat keine Einsamkeit erwarten. Ihm selbst machte es allerdings nichts aus, das Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein. Doch warum sollte er? So narzisstisch das automatisch anzunehmen war er dann doch nicht.
Während der Fremde angekommen am Schulhof also stehen blieb, schob sich der etwas kleinere Jiro neben ihn, seinen Blick kurz schweifen lassend, um dann zu dem anderen zu sehen, der tatsächlich die Cap für einige Herzschläge abgenommen hatte. Anstatt eine Bemerkung über das blaue Auge zu machen (oder überhaupt darüber nachzudenken), floss ihm nur ein trockenes "Bist also doch keine Medusa." über die Lippen. Seufzend rollte er mit den dunklen Augen, um dann in einer dezent angedeuteten Verbeugung den Kopf zu neigen. Angewohnheit. "Danke." Dass er sich nicht unbedingt gerne bedankte, konnte man nicht nur deutlich hören, sondern auch sehen — weshalb er auch gleich schon die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenkte.
Anstatt sich alleine auf die Suche nach allem zu machen, bohrte er den spitzen Zeigefinger zwischen die Schulterblätter des Namenlosen, diesen so dazu zwingend, sich nach vorne zu bewegen. "Hat man dir auch aufgeschrieben, wo das Sekretariat ist? Wenn nicht, dann gehen wir jetzt suchen." — dass er keine Widerworte duldete, war deutlich. So ließ er die Hand wieder sinken, um seinen Koffer hinter sich her zu ziehen. "Du bist mit deiner Kappe übrigens auffälliger als ohne, Baka." — englische Schimpfwörter hatte er noch nie gelernt, weshalb er auch hier wieder aufs japanische zurückgriff. Dabei war er sich sicher, dass er alleine in einer einzigen Woche unter ungefähr Gleichaltrigen wohl eine Menge an neuen Vokabeln aufschnappen würde.
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Lucian Halliday

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Mi 2 Aug - 20:53

CAIUS && LUCIAN

Lucian und Caius sassen nun also endlich in der freien Luft und unterhielten sich. Gerade war das Thema auf die Dinge gefallen, die nicht von der Schule vermisst hatten. Genauer genommen war gerade das Mensa-Essen Thema Nummer eins. Caius hatte sich darüber beschwert und Lucian konnte ihm nicht unbedingt zustimmen. Er hatte das Essen bisher eigentlich ganz in Ordnung gefunden. Natürlich hatte er keine hohen Standards oder Erfahrung mit anderem Mensa-Essen. Jedoch war er auch gar nicht anspruchsvoll, da er eigentlich alles normale Essen mochte. So äusserte Lucian auch seine Meinung und Caius schien zu verstehen. Der Blonde erläuterte seine Aussage von vorher und ich konnte mich mit meiner Ausführung besser identifizieren. Selbstgekochtes Essen war schon immer etwas spezielles, vor allem wenn man mit Menschen gemeinsam kochte, die man gerne mag. "Seh ich auch so. Aber ich denke wir können froh sein, dass wir nicht die Pampe aus dem Fernseh bekommen", kommentierte der Dunkelhaarige und die Diskussion ging in eine andere Richtung: die Abendsperre. Diese empfand der Dunkelhaarige wirklich als Witz. Es war ein Witz, denn schliesslich waren sie wohl Alt genug um selbst zu entscheiden, wie viel Schlaf sie brauchten und wann sie am effizientesten Lernten. Und für Lucian war das nun mal mitten in der Nacht. Diese Ausgangssperre fühlte sich wie das Doktrin von früher an, wo man die Linkshänder dazu zwang mit ihrer rechten Hand zu schreiben. So etwas lächerliches, als ob es einen Unterschied machen würde. Lucian wechselte nachdem Caius ihm zugestimmt hatte erneut das Thema und sie kamen auf den Unterricht zu sprechen. Lucian hatte noch gar keine Zeit gehabt seinen Stundenplan anzuschauen und dem Blonden schien es genauso zu gehen. Auch Caius hatte sich erstmal nur für seine Zimmernummer interessiert und den Rest erst mal für Später aufgeschoben. In dieser Hinsicht schienen die Zwei sich dann doch sehr gleich zu sein. Caius begann davon zu sprechen, was er für einen schrecklichen Tag halten würde: Mathe, Sport und danach noch Musik. Lucian musste darüber Lächeln, denn das waren eigentlich Fächer die er alle mochte. "So unterschiedlich sind wir. Ich mag Mathe und Musik. Und Sport finde ich auch nicht so schlimm. Eine Menge Sprachen gleich nacheinander wären da eher mein Tod. Ich krieg meinen Kopf einfach nicht darum", erklärte ich und begann zu lächeln. Jeder hatte da wohl seine anderen Präferenzen. Aber Caius meinte, dass ja vielleicht seine Glückssträhne so lange anhalten würde, dass wir einen tollen Stundenplan bekommen würden. Das liess mich lächeln, denn unsere Vorstellungen von einem tollen Stundenplan wären wohl ziemlich Anders. "Immerhin können wir ja einen Deal machen. Falls du Probleme mit Mathe oder Musik hast versuch ich dir zu helfen. Dafür musst du mir vielleicht auch mal mit meinen Französischproblemen helfen", schlug er dann vor und lächelte wieder. Französisch war bestimmt sehr gemütlich für Caius. Schliesslich war es seine Muttersprache. Dafür war wohl Englisch etwas mühsamer, was dann für Lucian wieder einfacher wäre. Jedem ging es halt Anders. Und das machte die Schule doch aus.

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Caius Leblanc

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Do 10 Aug - 13:02


CAIUS & LUCIAN    

Zwar war er kein Fan von absoluter Stille, ja konnte diese eher überhaupt nicht ausstehen, doch dieses ganze Gerede von aufgeregten Schülern musste auch nicht unbedingt sein. In den Ferien hatte er Celeste's Wohnung ja fast immer für sich selbst gehabt — was irgendwann langweilig und eintönig geworden war — doch Umgebungsgeräusche musste er von der Arbeit ja fast schon gewohnt sein. Das Eiscafé in der Stadt war immerhin gut besucht, er als Kellner wuselte sowieso immer zwischen den Gästen herum und redete mindestens alle fünfzehn Minuten mit neuen Kunden. Langeweile kam da eigentlich nur auf, wenn früh noch niemand da war oder Abends nur noch aufgeräumt werden musste. Dass er schon den ein oder anderen unbeendeten Eisbecher hatte verschwinden lassen, anstatt ihn zu spülen, musste ja niemand wissen — ebenso wenig wie die Tatsache, dass er sich gerne die Kugelschreiber schnappte. Wie praktisch es doch wäre, hätte er seine Fähigkeit vollkommen unter Kontrolle — kein Herumlaufen mehr, kein Stolpern mehr, mit dem er das Tablett zu Boden riss. Stattdessen müsste er dem fertigen Eisbecher oder der Kaffeetasse nur einen kleinen Schubs verpassen und schon würde die Bestellung vor dem Kunden stehen. Jetzt würde das allerdings noch katastrophal enden — mit beschmierten Hemden und verbrühten Oberschenkeln. Nichts, woran er jetzt denken wollte. Auch wenn Lucian und er sowieso gerade bei dem Thema ESSEN waren. "Ah, da hast du Recht. Das wäre ja gruselig." Er schüttelte sich bei dem Gedanken etwas, die Schultern anziehend. Nein, diese typischen Internate aus gruseligen Teenie-Serien würde er wirklich nicht besuchen wollen. Grauenvolles Essen, dreckige Matratzen und Spinde, in denen es seit Jahren spukte. Da waren ihm die seltsamen Vorkommnisse hier lieber — DIE konnte man immerhin erklären.
Bei dem Gedanken an den Stundenplan lief es Caius allerdings auch kalt den Rücken herunter. Was für ihn eine Horrorvorstellung an Stundenkombination war, schien für Lucian nur halb so schlimm zu sein. Sie unterschieden sich sehr, was die Vorlieben für Unterricht betraf, damit hatte der Schwarzhaarige recht. "Ich lerne tausendmal lieber Vokabeln, als mir irgendwelche Symphonien einzuprägen oder Formeln auswendig zu lernen." — Zahlen allgemein waren die reinste Qual. Bei dem Deal, den der andere ansprach, wurde der 18-Jährige hellhörig. Praktisch. Sie könnten sich ums verrecken nicht mit ihren Fähigkeiten helfen, aber dafür wohl mit den normalen Fächern — und das war im Endeffekt das, was zählte. Caius wollte immerhin nicht nochmal aufgrund seiner schlechten Noten die Klasse wiederholen. Oder gar von der Schule fliegen. Er nickte also mehrmals, bevor er die Stimme hob, seinen Mitbewohner fast begeistert ansehend. "Klingt super. Das heißt aber auch, dass du mir vielleicht ab und zu mit den Hausaufgaben helfen musst." — Nicht dass er vorhatte, abzuschreiben, aber etwas Hilfe konnte nie schaden. Er wollte immerhin nicht den ganzen Abend an einer Aufgabe hängen. "Ich hab mir nämlich vorgenommen, auch mal Hausaufgaben zu machen. Neues Jahr, neues Ich und so." Er grinste kurz bei seinen eigenen Worten, noch immer mit dem Grashalm herumspielend, als würde er überlegen, hier und jetzt seine Fähigkeiten zu testen — die zwar nicht gefährlich war, er schlussendlich allerdings darauf verzichtete. Auch wenn ein umherglitchender Grashalm wohl kaum jemandem auffallen würde.

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Lucian Halliday

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BeitragThema: Re: »Schulhof   So 27 Aug - 12:33

Caius & Lucian

Lucian unterhielt sich mit seinem blonden Zimmerkollegen gerade über das Essen. Natürlich war das, was hier im Internat serviert wurde, nicht gerade aus Mutters- (oder in Lucians Fall, Vaters-) Küche aber es war essbar und schmeckte meist sogar sehr gut. Wenn er da an das Zeug aus dem Fernsehen dachte... wiederlich! Caius sah das genauso, denn er meinte, dass es gruselig wäre eine solche Pampe serviert zu bekommen. Wie recht der Blonde da nur hatte! Das Thema wechselte sich, blieb aber im Bereich des Schulischen. Lucian hatte sich eigentlich doch sehr über den Stundenplan dieses Jahres gefreut, seinem Kumpel schien es da anders gegangen zu sein. Er wusste vom letzten Jahr, dass Caius Stärke weder Mathe noch Musik war. Da wo Lucians Talente lagen. Er mochte die Musik, spielte selbst schon seit Jahren Violine. Nun, der Theoretische Unterricht war nun auch nicht sein Lieblingsfach, doch er hatte ein gutes Musikgehör und brachte die meisten Aufgaben schnell und richtig zustande. Und Mathe, Mathe mochte er. Er mochte die Zahlen, die einfach klar waren. Nicht verwirrend oder verführerisch wie Worte manchmal. Bei Zahlen gab es immer nur eine Aussage, eine sechs war eine sechs und die Quadratwurzel aus Vier nun mal Zwei. Nicht bei Worten, wo es x-Interpretationen gab, je nach dem in welchem Kontext sie verwendet wurden oder welcher Autor sie benutzte. Bei Sprachen gab es Regeln und ausnahmen von den Regeln. Bei Mathe hingegen war alles logisch. Und das sprach den Dunkelhaarigen an. Da sie so unterschiedlich waren, kam Lucian die Idee, dass sie sich dieses Schuljahr vielleicht helfen konnten. Gemeinsam würden sie die Hausaufgaben bestimmt schneller hinter sich bringen und vielleicht auch bessere Noten schreiben. Denn obwohl sie hier alle keineswegs normale Schüler waren, würden sie bald auch in die Berufswelt einsteigen müssen. Und da würden sie um eine Stelle mit vielen Anderen kämpfen. Die meisten davon wahrscheinlich menschlich, ohne spezielle Gabe die sie bürdete. Und da konnten gute Noten bestimmt hilfreich sein. Caius erklärte sich bereit, den Deal anzunehmen und warnte Lucian vor, dass dieser ihm wohl mit den Hausaufgaben helfen werden würde. Denn anscheinend hatte er sich vorgenommen, dieses Jahr die Hausaufgaben zu machen. Lucian musste über diese Bemerkung schmunzeln. Er gehörte nicht zu den Schülern, die keine Hausaufgaben machten, für ihn hatte das immer einfach dazugehört. Aber er fand es gut, dass Caius sich einen Vorsatz genommen hatte. Wie lange der Blonde diesen Durchhielt, würde sich dann wohl zeigen. "Klar helf ich dir. Solange du mir hilfst", erwiderte er und lächelte. "Was hast du dir sonst noch für Vorsätze genommen? Klingt ja gerade so als ob du eine Menge darüber nachgedacht hättest", fragte er dann und fragte sich selbst, ob er irgendwelche Vorsätze hatte. Er war eigentlich im grossen und ganzen Zufrieden mit dem letzten Schuljahr, weshalb er wohl schulisch kaum Vorsätze hatte. Privat jedoch, da war es immer der Gleiche: Herauszufinden wie seine Fähigkeit funktionierte und sie kontrollieren zu können. Lucian träumte immer noch davon, eines Tages Menschen retten zu können, weil er genug früh wusste, wie sie sterben würden. Dann könnte er etwas tun, nicht wie bei seiner Mutter, bei der er nur zusehen und mitfühlen konnte...

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Caius Leblanc

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Fr 1 Sep - 17:52


CAIUS & LUCIAN    

Schule hatte immerhin den Vorteil, dass man alte Freunde und Bekannte wieder sah — und sogar neue kennen lernte, da es ja logischerweise keine Seltenheit war, kamen neue Schüler dazu. Und da sie alle aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen stammten, war das ganze dreimal so interessant wie auf einem normalen Internat — und dann noch ein gutes Stück amüsanter, wenn man auf jemanden traf, der eine außergewöhnliche Fähigkeit, ein außergewöhnliches Elternteil oder außergewöhnliche Vorfahren hatte (oder ein normaler Mensch war, der vor dem ganzen Neuen Angst hatte.) Die Fähigkeit des Schwarzhaarigen, der nun auch sein Mitbewohner war, war auch wirklich interessant — in Caius Augen. Zwar konnte er weder Dinge einfach so explodieren lassen, noch konnte er Milchprodukte bändigen oder mit Früchten reden, doch wäre eine solche Begabung auch eher ein Grund, ihn zu necken, anstatt ihn zu bewundern. Der Franzose hatte die Grenzen des Talents' des Gleichalten ehrlich gesagt nie ganz kapiert, machte sich deshalb jedoch keine Vorwürfe — immerhin war er sich todsicher, dass Lucian es selbst nicht ganz wusste. Außer er hatte den Sommer über einen unfassbar GENIALEN Geistesblitz gehabt und war nun nur noch hier, um seinen Abschluss zu machen, hatte seine Fähigkeit in Wahrheit jedoch voll und ganz unter Kontrolle. Was Caius zu bezweifeln wagte. Nicht, weil er am Können des anderen zweifelte, sondern einfach weil er selbst merkte, dass das eigene "speziale Talent" wie ein Muskel war, den man trainieren konnte. Und das ging nicht einfach so über einen Sommer (oder, er wollte Ausnahmen immerhin nicht ausschließen; nur sehr selten.) — Genauso war der Franzose über den Sommer nicht zu einem Mathe-Genie und einem Musik-Ass geworden, weshalb er Lucians Hilfe nur ZU GERNE annahm.
"Sehr schön, super. Und klar helf' ich dir, meinst du ich lasse dich dann einfach hängen?" Er sah den Schwarzhaarige fragend an, eine Augenbraue skeptisch gehoben, ehe er sich wieder entspannte. Gut, er war nicht der Zuverlässigste und vergaß auch gerne mal etwas, aber hier hingen immerhin auch seine eigenen Noten mit drin. "Ach-" Fast in einer abwehrenden Geste wedelte er mit dem geknickten Grashalm in der Luft herum, den Kopf schüttelnd. "Mal mehr an die frische Luft gehen, weniger Bus und Bahn fahren, äh-" Fast schien es, als würde er sich die guten Vorsätze gerade ausdenken (was nicht ganz falsch war), weshalb er nach wenigen Punkten auch schon eine Pause machen musste, die blassen Lippen nachdenklich zusammenpresste und auch die dunklen Augen etwas schmaler werden ließ. "Eine Menge eben." beendete er schließlich den Gedankengang, Lucian jedoch keine Zeit lassend, sich nach mehr Vorsätzen zu erkundigen. Stattdessen plapperte er munter weiter, ein breites Grinsen auf dem Gesicht. "Und du? Musst dir als Musterschüler bestimmt nicht zu sehr in den eigenen Hintern treten. Machst ja jetzt schon nicht viel falsch." Er warf den Grashalm nach seinem Mitbewohner, doch flog dieser in einem uneleganten Bogen wieder ein Stück zu Caius zurück und verabschiedete sich dann, indem er zu den noch-festgewachsenen Grashalmen verschwand.

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Sophia Evans

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BeitragThema: Re: »Schulhof   Sa 2 Sep - 9:05

Matthew & Sophia

Ich grinste nur, als Matt seinen Kopf lachend schüttelt. Manche kommen mit meiner Art mehr oder weniger gut klar. Könnte vielleicht auch damit zusammenhängen, dass ich mit meinem Sarkasmus nicht lange hinter den Bergen bleibe. Matthew hingegen reagiert so darauf, dass ich über seine Bemerkung lachen muss. Ich lege meine Hand über meine Brust und sage mit so einer überzeugend ehrlichen Stimme wie möglich: „Ja natürlich ist das ein vollkommen selbstloser Akt. Nicht, dass noch jemand denkt, er sei hier auf einer normalen Schule. Ich wette, irgendwie kriegt wieder einen Nervenzusammenbruch wenn gemeinsam die Fähigkeiten trainiert werden. Ich glaube, manche dachten wirklich, sie seien die einzigen.“ Vielleicht war es etwas gemein, so über die Neuen herzuziehen, aber wenn man schon ein Jahr hier ist, weiß man, wie unberechtigt die Sorgen ist. Einem wird eher klar, wie viel Angst man haben muss, wenn man nicht hier ist. Wenn man wieder hier her kommt, bekommt man sogleich wieder das alte Gefühl von Sicherheit. Ich hoffte, dass ich wieder mit Helen in ein Zimmer kommen würde. Sie würde das ganze Schuljahr um vielfaches lustiger machen und es praktisch nicht zulassen, dass ich mit schlechter Laune aus dem Zimmer gehe. Sie ist für mich wie ein kleiner Sonnenschein.
Matt nimmt meine Anspielung auf sein Wesen mit Humor hin und ich grinse etwas. Bisher war mir noch keiner über den Weg gelaufen, der mich mit seinen Fähigkeiten so stark eingeschüchtert hat. Deshalb habe ich auch nicht wirklich Angst vor einem Werwolf. Seine Ferien hörten sich nicht wirklich so überragend an, aber ich konnte über meine auch nicht prahlen. „War ok. Hab viel Zeit mit meiner Familie verbracht, aber so richtig in den Urlaub gefahren sind wir nicht. Angestellt habe ich auch nichts... so weit ich selbst weiß.“ Ich legte kurz den Kopf schief. Manchmal kam es vor, dass ich ganz unbemerkt etwas in der Luft schweben lasse. Nicht so hoch, dass es extrem auffällig ist, aber genug, damit es von anderen bemerkt werden kann. In Brooklyn hat mich aber keiner bisher darauf angesprochen, also sollte es nicht passiert sein.
Seine Beschreibung von dem am schlimmsten eintretenden Fall der Mitbewohner ließ mich auflachen. Ich glaube es ihm auf's Wort, dass das ganz schön nervig sein kann mit seinen Narben. Klar, es weckt die Neugier in einem, aber im Prinzip geht es einen nichts an. Aufdringliche Menschen waren für mich eh ein rotes Tuch. Bei seiner Frage, was ich als am schlimmsten empfinden würde, lehne ich mich etwas zurück. „Totale Chaoten, wo ich meine eigenen Sachen nicht mehr finde und nicht ohne Stolpern durch den Raum gehen kann. Dann auch noch die, die mich mit Deo und Parfüm ersticken wollen oder zumindest ohnmächtig machen wollen. Oder vielleicht auch noch jemand, der so extrem eingeschüchtert ist, dass er jedes Mal zusammenzuckt, wenn man ihn was fragt und man dann nur eine total leise Antwort bekommt.“ Ich rupfe etwas Gras aus verstreue es. „Vielleicht sollte ich mich einfach meinem Grauen stellen und die Zimmerliste im Sekretariat anschauen.“ Ich setze mich wieder im Schneidersitz auf. „Bin gespannt, ob das Internat heuer wieder ein paar Events veranstaltet. Ich fand den Weihnachtsmarkt letztes Jahr recht schön oder auch der Herbstball war nicht schlecht. Da konnte man wenigstens ein paar aus der Schule besser kennenlernen.“ Ich schwelgte kurz in Erinnerung. Ich wusste, dass ich mich bald in mein Zimmer begeben dürfte um mein Zeug einzuräumen, aber wenigstens ein paar Minuten würde ich noch draußen bleiben.

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