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 »Schulflure

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Aurora Diaz
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Anzahl der Beiträge : 140
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BeitragThema: »Schulflure   Sa 12 Aug - 17:15

»Die langen, elendigen Schulflure. Wer kennt sie nicht und kann sie gleichermaßen nicht leiden? Während der Pausen oder des Stundenwechsels halten sich hier mehrere Schüler auf nutzen die Zeit davor, um noch den ein oder anderen Lehrer abzufangen oder seinen besten Freund vor der nächsten Stunde zu erwischen. An den Wänden hängen gerne mal ein paar Projekte vom Kunstunterricht, Plakate oder Auszeichnungen.
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Jiro Mishima

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BeitragThema: Re: »Schulflure   So 13 Aug - 22:38


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Dairine O´Connor
& Jiro Mishima

Wenigstens das war nun geklärt. Mit dem Schlüssel in der Hand und der Nummer drei in Gedanken ging es dem Irrlicht zwar nur mäßig besser, doch wenigstens war Rettung in Sicht. Wenn er den Worten der Sekretärin (die mit dem Gedrängel auf den neun Quadratmetern Raum auch nicht besonders glücklich gewirkt hatte) glauben durfte, so war er sogar der erste seines Zimmers, der den Schlüssel für dieses abgeholt hatte. Was das hieß? Nun, einfach; das hieß, dass er wenigstens ein paar Minuten seine Ruhe vor aufgedrehten Schülern und neugierigen Mitbewohnern hatte. Jiro sträubte sich ja nicht dagegen, sich mit irgendjemandem anzufreunden — oder besser gesagt die Anwesenheit der ein oder anderen Person in seiner Nähe soweit zu tolerieren, sodass er nicht bei jedem Atemzug des anderen den Drang hatte, dieser den Ellenbogen in den Kehlkopf zu rammen und zu hoffen, dass das genügte, um sie einige Tage oder Wochen ins Krankenzimmer zu verfrachten und sich so die Luft seines Zimmers nur noch mit EINER statt ZWEI weiteren Personen teilen zu müssen — doch am ersten Tag konnte er auf Kaffeekränzchen der freundschaftlichen Art verzichten. Außer aber, ihm lief eine Person über den Weg, die seltsamerweise genau die Charakterzüge aufwies, die Jiro nicht zur Weißglut trieben. Sehr wahrscheinlich war das allerdings nicht.
Auch der Flur roch irgendwie nach Teppichboden und fragwürdigem Parfüm (eher einem gescheiterten Versuch, den natürlichen Geruch lieblicher Blumen durch chemischen Mist zu imitieren. Der Unterschied war eindeutig und fatal. Mit dem Geruch echter Blumen hatte dieser Gestank wohl KAUM noch etwas gemeinsam.) — und dennoch schaffte er es, Jiro einen Moment lang nachdenklich zu stimmen. Noch lieber wäre er draußen, in irgendeinem Waldstück, ALLEINE, um sich die Pflanzen anzusehen, die in dieser Gegend wuchsen. Auch wenn der blasse 19-Jährige eher wie jemand wirkte, der Tag-ein Tag-aus mit geschlossenem Rollladen in den eigenen vier Wänden hockte, kein Sonnenlicht und keine frische Luft an sich heran ließ und höchstens in der Abenddämmerung Einkäufe erledigte, war das keineswegs der Fall. Stattdessen liebte er die Natur, Wälder und sonstiges, was allerdings mehr als LOGISCH war, wenn man sich einmal vor Augen führte, WAS er überhaupt war. Der Sohn eines recht mächtigen Naturgeistes, einer Dryade, praktisch dazu erschaffen, den Menschen zu schaden. Zu dumm, dass das vor circa 500 Jahren deutlich einfacher gewesen wäre. In der heutigen Welt mussten sie sich ja alle benehmen, Regeln befolgen und und und. Ein lautes Seufzen, mit dem der Schwarzhaarige die Verärgerung und den Gedanken beiseite schob, entwich seiner Kehle, während er langsam und schleppend seinen Koffer hinter sich herzog. Das Verlangen, in sein Zimmer zu gehen, wurde mit jedem Schritt geringer, wobei er schließlich mitten im Flur einfach zum stehen kam, fast wie der Felsen in der Brandung. Kaum rempelte ihn ein jüngerer Schüler an, stieß er ein genervtes Zischen aus, gefolgt von einem energischen "Pass doch auf! Baka!", wobei er erneut in seiner Muttersprache fluchte und dabei nur den Kopf schüttelte. Auch rümpfte er die Nase, schob seinen Koffer, in welchem er seinen wertvollen Besitz untergebracht hatte, etwas an den Rand, um sich schließlich gegen die Wand des Flurs zu lehnen, dem Jungen von eben warnend hinterherstarrend.

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Dairine O´Connor

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Anzahl der Beiträge : 5
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BeitragThema: Re: »Schulflure   So 13 Aug - 23:16

Jiro Mishima& Dairine O´Connor

Die blondhaarige Irin stieg aus dem schwarzen Wagen aus und atmete tief durch. Sie hatte gerade eine 6 Stunden Fahrt mit ihrer Schwester. ,, Da stehen wir wieder Rin." sprach Bonnie Wilson und ging um ihr Auto. ,, Ja, es bedeutet ein weiteres Jahr auf dieser wundervollen Schule. Ich bin froh, dass es so Schulen gibt Bonnie." sagte Dairine darauf hin und ging zum Kofferraum um ihre Sachen heraus zu holen. Sie öffnete die Rückseite des Wagens und nahm einen Rucksack sowie zwei mittelgroße Koffer heraus. ,, Die restlichen drei Koffer bleiben bei dir Schwesterherz?" erfragte die Lehrerin und sah um die Ecke. Die einzige Antwort war ein Augenrollen. ,, Ja Mrs. O´Connor. Diese bringe ich dir die Wochen." antwortete Bonnie leicht genervt und lehnte sich an ihrem Wagen. Sie warf sich ihren Rucksack um die Schulter und nahm beide Koffergriffe an die Hand. ,, Ich danke dir, dass du mich am Flughafen abgeholt hast." sprach die Irin und rollte um den Wagen auf ihre Schwester zu und gab ihr einen Kuss auf die Wange. ,, Wir sehen uns spätestens in den Herbstferien. Dort wird Kian auch mit den drei kinder kommen. Ryan freut sich riesig auf dich und deine Familie." erklärte Dairine mit einem Lächeln und sah zu Schule. Im Gegensatz zu ihrer Schwester die sich Dairine genauer ansah. ,, Ich werde dich nie verstehen in Punkto deiner Farbwahl." sagte Bonnie lächelnd. Dairine sah an sich hinab und kichert. ,, Ich liebe verückte Kombis. Eine pinke Bluse mit einem dunkelblauen Rock sowie auch braune Römersandalen sieht gut aus." stellte die Geschichtslehrerin fest und verbeugte sich leicht. ,, Ich werde jetzt mal los gehen." sagte und zwinkert Bonnie nur noch zu und ging los. Der Weg über den Schulhof war einfach und die Blondhaarige erkannte bekannte Gesichter. Sie sah Matt und Sophia an einem Baum und andere bekannte Gesichter. Doch sie blieb nicht stehen sondern schlenderte ins Schulgebäude um ihren Zimmerschlüssel zuholen. Sie ging durch die Schulgänge und sah sich manche Schüler an die mit ihren Fähigkeiten spielten oder über die Sommerferien sprachen. ,, Oh hallo Mrs. O´Connor. freut mich sie wieder zu sehen." sprach eine blondhaarige Brillenträgerin und winkte ihr zu. Die einzige Antwort von der Lehrerin für Kunst war ein Kopfnicken. Denn im gleichen Moment vernahm sie eine leicht aggressive Stimme und sah in die Richtung. Sie schritt zu dem asiatisch aussehenden Jungen und blieb vor ihm stehen, da er sich an der Wand gelehnt hatte. ,, Entschuldigung aber fremdsprachige Beschimpfung dulde ich hier nicht Míster. Was ist denn geschehen?" spach Mrs. O´Conner leicht streng doch trotzdem freundlich und versuchte in seine Augen zu sehen.

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Jiro Mishima

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Anzahl der Beiträge : 27
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BeitragThema: Re: »Schulflure   So 13 Aug - 23:46


Dairine O´Connor
& Jiro Mishima

Es war nie seine Absicht gewesen, auch nur einen Fuß nach Amerika zu setzen. Und trotzdem hatte man ihn von dem einen auf den anderen Tag alleine ins Flugzeug gesetzt, in Richtung Lekandra, wobei er die Stadt an sich schließlich nur hatte mit dem Zug erreichen können. Alleine auf dem Weg vom Flughafen zum Bahnhof war dem 19-Jährigen schon aufgefallen, wie anders es hier war. Die Menschen, die Sitten, das Essen und natürlich die Sprache. Englisch hatte er zwar gelernt — ansonsten wäre der Aufenthalt an diesem Internat ja alles andere als sinnvoll — doch war sein Akzent stark ausgeprägt und seine Aussprache nicht unbedingt die Beste. Auch verstand er viele Sätze einfach nicht, schnell gesprochenes klang in seinen Ohren wie ein Zungenbrecher und um nachzufragen war er sich des Öfteren zu fein. So hatte er sich schon im Zug auf seinen Instinkt verlassen, da die Stimme, die die Haltestellen ansagte, für ihn eine VÖLLIG unbekannte Sprache gesprochen hatte. Immerhin hatte er damit recht gehabt (und sowieso waren die meisten hier ausgestiegen.) Wie auch immer — er wäre lieber in Japan geblieben. Geld hatte seine Familie zwar mehr als genug, sodass das Flugticket niemandem einen Zacken aus der Krone gebrochen hatte, aber musste das unbedingt sein? Jiro hatte sich im Endeffekt zwar nicht dagegen gewehrt, doch wirklich begeistert war er von der ganzen Idee hier nicht. Das einzige, was er hier noch lernen könnte, waren englische Kraftausdrücke, die in seiner Heimat allerdings niemandem etwas nützen würden.
Jetzt allerdings musste der Hitodama ohne den Luxus verständlicher Schimpfwörter leben — der Ton spielte ohnehin die Musik. Und ob er nun eine Bezeichnung gebrauchte, die der Jüngere verstand, oder ihm fremdsprachige Wörter an den Kopf warf, die alles andere als freundlich klangen, kam schließlich sowieso aufs gleiche raus — darauf, dass man ihn auch gleich in die Schranken weisen wollte. Seine schwarz-umrandeten Augen huschten zu den blauen Augen ihm gegenüber, wobei er fast direkt den Kopf schief legte, die Arme vor der Brust verschränkte und schwieg, als würde er beim besten Willen nicht verstehen, was diese Aussage sollte. Tat er auch nicht. Dennoch dauerte es einen Moment, den er dazu nutzte, die Lehrerin (die Frau konnte nur eine Lehrerin sein, schloss er recht schnell) zu mustern, wobei ihm nicht nur die wilde Kombination verschiedener Kleidungsstücke, sondern auch die Farbenvielfalt dieser ins Auge fiel, bis er dazu fähig war, eine Antwort auszusprechen, die nicht nur aus Bruchstücken korrekter Sätze bestand. "Englische Beschimpfungen hat man mir nie beigebracht." gab er zurück, formte ein Hohlkreuz und stieß sich somit ein wenig von der Wand ab. Klar, Beleidigungen auf englisch wären vermutlich noch unerwünschter, doch hatte sie das nicht ausdrücklich klar gestellt. Im Gegensatz zu der blonden Lehrperson trug er ausschließlich schwarze Kleidung, hatte kohlschwarze Haare und dunkle Augen, wirkte also alles andere als fröhlich oder besonders lebensfroh. "Das Gedrängel geht mir auf die Nerven, mehr nicht." Den Kopf wog er von einer Seite zur anderen, die Augen zusammenkneifend. Ob er sich auch gleich die Lehrer zu Feinden machte, war ihm schlicht und einfach schnuppe. ER war immerhin nicht freiwillig hier, und das würde er wieder und WIEDER und wenn nötig jeden Tag aufs neue betonen. Dass diese engen, betriebenen Räume ihn allerdings auch nervös machten, versuchte er sich nicht anmerken zu lassen. "Ich hoffe das heißt jetzt nicht, dass ich gleich am ersten Tag die Schulordnung abschreiben muss oder sowas-" Er zuckte mit den Schultern, seinen starken Akzent inzwischen selbst bemerkend. Dagegen tun konnte er allerdings nichts. Wollte er auch nicht.
Genauso wenig wie er die Schulordnung abschreiben wollte. Weshalb er sich fast kleiner machte, den Kopf genervt von einer Seite zur anderen wog und sich schließlich in einer einzigen Bewegung an der Lehrerin vorbei schob. Seinen Koffer schleppte er mit sich, um ihn in sein Zimmer zu bringen, wobei er nicht einmal darauf achtete, ob vielleicht schon andere Gepäckstücke in dem Raum rumlagen. Stattdessen beschloss er, das Gebäude SCHNELLSTMÖGLICH zu verlassen.

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